Perris Valley/Höxter. 325 Frauen und Männer stürzten sich 5.000 Meter über der kalifornischen Wüste für den guten Zweck aus Flugzeugen. Am Himmel über Perris Valley versuchten ausgewählte Fallschirmspringer aus aller Welt Rekorde im Großformationsspringen aufzustellen, um Spenden für die Brustkrebsforschung zu sammeln. Auch Jens Gronemeyer vom Höxteraner Fallschirmsprungverein Skydive war mit dabei.
Eine Woche lang, vom 21. bis 27. September, hatten die Fallschirmspringer Zeit, die Großformationen einzustudieren. "Zunächst war nur geplant, einen neuen Weltrekord bei den Damen aufzustellen", erzählte Jens Gronemeyer, dass die Männer erst später mit ins Konzept aufgenommen wurden. Ziel der Veranstaltung war es, eine Million Dollar für die Krebsforschung "einzuspringen".
"Jeder Fallschirmspringer musste vor dem Treffen in Südkalifornien einen eigenen Sponsorenpool aufstellen, der bei einem Weltrekord 3.000 Dollar spendet", erklärte der Höxteraner Fallschirmspringer, der mit zwei weiteren Männern und acht Frauen aus Deutschland eingeladen war, an dem Weltrekordversuch in den Staaten teilzunehmen, das Sponsorenkonzept. Insgesamt waren 200 der besten Fallschirmspringerinnen der Welt und 125 Fallschirmspringer auf der Dropzone von "Perris Valley Skydiving" versammelt, um den Freifall-Rekord zu brechen.
"Rekorde im Großformationsspringen benötigen ein hohes Maß an Disziplin, da bei 200 km/h im freien Fall aus 5.000 Metern nichts schief gehen darf", erläutert Gronemeyer. In den ersten Tagen wurde deshalb nur geübt. Erst am vierten Tag wurde es für alle ernst und die ersten Rekordversuche angegangen.
Trotz frühen Starts um 7 Uhr waren aufgrund der Masse an Teilnehmern nur vier Sprünge pro Tag möglich. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren wurden die Sprünge von Tag zu Tag besser, allerdings wurden im Verlauf der Veranstaltung auch 15 Teilnehmer ausgetauscht. Am sechsten Tag war es dann soweit. Die Damen schafften ihren Rekord, der grenzenlosen Jubel auf dem Sprungplatz auslöste.
Danach bestiegen die Männer die sieben Flugzeuge vom Typ Skyvan und Twin Otter. "Während des 40-minütigen Steigflugs in Formation auf 5.000 Meter herrschte absolute Stille", erinnert sich der Höxteraner. Doch als die Männer zur Landung ansetzten, war es vorbei mit der Stille. "Die 200 Frauen haben uns euphorisch empfangen", erzählt Gronemeyer begeistert, denn auch die Männer machten keinen Fehler und stellten den zweiten Weltrekord an diesem Tag auf. Und das Spendenziel von einer Million wurde nur um 50.000 Dollar verfehlt.