Höxter (NW). Strahlentherapie-Patienten soll die Behandlung in Zukunft erleichtert werden. Bisher mussten sie für ihre Behandlung bis nach Göttingen, Paderborn oder Lemgo fahren. Schon bald soll das der Vergangenheit angehören, denn gestern begann der Bau für ein Strahlentherapie-Zentrum am St.-Ansgar Krankenhaus Höxter.
Alles ist bereit für die Erweiterung des Krankenhauses um eine noch bessere Versorgung für Krebspatienten vor Ort gewährleisten zu können. Hierbei handelt es sich um den ersten Bauabschnitt der geplanten Krankenhauserweiterung. Kurzfristig konnte eine Genehmigung für die Baumaßnahmen erwirkt werden, und somit stand dem ersten Spatenstich gestern nichts mehr im Wege. Geplant sind zunächst 600 Quadratmeter neue Fläche, die als Arzt-, Behandlungs- und Geräteräume gebraucht werden. 200 Quadratmeter davon sollen unterirdisch verlaufen und als Raum für den Linearbeschleuniger dienen. Damit können die Ärzte eine Versorgung von bis zu 800 Strahlenpatienten im Jahr gewährleisten.
"Mit der Strahlentherapie wird somit, wie auch mit der Palliativmedizin, ein weiterer Baustein einer zeitgemäßen Krebstherapie im Kreis Höxter entstehen", darin sind sich Chefärzte, Geschäftsführung und Verwaltungsrat der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge einig. Bei der Behandlung von Krebserkrankungen habe die Strahlentherapie in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht und nehme im Rahmen der Krebstherapien einen bedeutenden Platz ein. Durch den Bau eines Strahlenzentrums in Höxter entfallen für die Patienten die weiten Wege in die umliegenden Therapiezentren, was eine große Entlastung für sie bedeute. Die Baukosten für den Anbau belaufen sich auf rund 1,3 Millionen Euro. Die Gesamtkosten inklusive Geräte und Einrichtung belaufen sich auf insgesamt drei Millionen Euro. Ein Antrag auf Zuweisung entsprechender Krankenhausbetten sei zwischenzeitlich gestellt worden.
Neben den Strahlentherapiezentrum sind auch noch ein Prostatazentrum und im Verbund mit den Krankenhäusern in Bad Driburg, Brakel und Steinheim ein Darmzentrum im Aufbau. Dafür sollen noch weitere bauliche Erweiterungen und Maßnahmen folgen. Das Schwerpunktkrankenhaus St. Ansgar will seine zentrale Versorgungsfunktion in Kooperation im Verbund der Krankenhäuser der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge wahrnehmen. Die Fertigstellung des Strahlentherapie Zentrums ist im Sommer 2010 geplant.