Auftaktveranstaltung für neue Bildungsinitiative der Kindergärten findet eine große Resonanz
Kreis Höxter (bat). Es ist nicht aus Holz und auch nicht aus Stein aber es soll allen Kindergartenkindern im Kreis Höxter Platz bieten. Gestern fand in der Aula des Berufskollegs des Kreises in Höxter die Grundsteinlegung zum "Haus der kleinen Forscher" statt.
Rund 130 Erzieherinnen und Vertreter der Trägerinstitutionen aus dem ganzen Kreis waren zur Auftaktveranstaltung nach Höxter gekommen. "Unsere Teilnahme an dem Projekt ist ein weiterer Baustein, unsere Bildungsregion weiter nach vorn zu bringen", betonte Thomas Kruse, Leiter der Abteilung Bildnungsmanagement beim Kreis Höxter.
Das Haus der kleinen Forscher ist eine bundesweite Stiftung, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Die Stiftung will Erzieherinnen und Erzieher in ihrer Arbeit unterstützen und in allen 45.000 Kitas in Deutschland die alltägliche Begegnung mit Naturwissenschaften und Technik verankern.
"Wir bieten Erzieherinnen und Erziehern regelmäßig die Möglichkeit, an Workshops teilzunehmen, die sie dazu befähigen, bei den Kindern durch spielerisches Experimentieren, die Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik zu wecken", erklärte Natalie Tadros, Referentin für Kita-Netzwerke der Stiftung.
Dazu soll auch im Kreis Höxter ein lokales Netzwerk aufgebaut werden, damit kontinuierlich Workshops mit kurzen Anfahrtswegen stattfinden können. "Idealerweise entwickeln so Erzieherinnen und Erzieher gemeinsam mit den Kindern in Projekten eine Herangehensweise an eine Fragestellung aus der Alltagswelt", erläuterte Katrin Werner, Projektkoordinatorin und Bildungsmanagerin beim Kreis Höxter.
Bei den Teilnehmerinnen der Veranstaltung wurde die Idee des Hauses der kleinen Forscher durchweg positiv aufgenommen. "Natürlich findet auch jetzt schon eine Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Themen statt, aber es sind nur einzelne Aktionen und da ist es schon begrüßenswert, in diesem Lernbereich mehr Nachhaltigkeit zu schaffen", sagte Aloisia Bogdanski vom Nieheimer städtischen Kindergarten. "Auch hier wird das Rad nicht neu erfunden, aber es bringt neue Ideen in die tägliche Arbeit, vorausgesetzt, wir erhalten Hilfe bei der Umsetzung", betonte Carmen Scheidemann vom evangelischen Kindergarten in Beverungen. "Es wird derzeit ein großer Schwerpunkt auf die Sprachförderung gelegt, aber gerade auch in der naturwissenschaftlichen Förderung steckt ein ganzheitlicher Ansatz", sagte Claire Osseforth, Leiterin des katholischen Kindergartens in Ovenhausen.
Das kann auch die Höxteraner Bildungstrainerin der Volkshochschulen, Melanie Hecker, unterstreichen. "Das naturwissenschaftliche Experimentieren stärkt die Lernkompetenz, denn das Kind lernt verstehen, was passiert, verbessert seine Sprachfähigkeit durch das Verbalisieren, die Teamarbeit wird gefördert und natürlich auch die Feinmotorik", erklärte Trainerin Hecker. Experimentierbeispiele im Internet: www.haus-der-kleinen-forscher.de