Höxter. Handwerker der Stadt Höxter, Freunde und Gäste versammelten sich zu einem der größten Ereignisse des Jahres, dem Handerwerkerball 2010. Wie das Handwerk selbst eine feste Institution in Höxter ist, gehört auch der Handwerkerball seit 60 Jahren zu den großen gesellschaftlichen Ereignissen in der der Stadt.
386 Gäste waren der Einladung der Handwerkervereinigung gefolgt und versammelten sich in der Stadthalle Höxter, um gemeinsam den 61. Ball zu feiern. "Der Ball soll zum besseren Verständnis und der Geselligkeit der Handwerkskollegen beitragen", betonte Klaus-Dieter Valentin, Vorsitzender der Handwerksvereinigung. Um das zu erreichen, setzte er sich bereits vor einem halben Jahr mit den weiteren Vorstandsmitgliedern Uwe Bald, Marion Rutkowski, Christian Krog, Leonard Westkamp und Martin Kreuzer zusammen und sammelte Ideen für das große Ereignis. Eine Band, die die Tanzfläche füllen sollte, Unterhaltung für den ganzen Abend und eine entspannte Atmosphäre sollten geschaffen werden. "Es ist immer wieder eine Herausforderung und auch ein wenig Lampenfieber dabei", berichtete Kreuzer mit einem Lächeln.
Als besonderes Highlight schafften die Organisatoren es in diesem Jahr das Schlosstheater Fürstenberg für sich gewinnen zu können. Zwei Mal präsentierten die Akteure Ausschnitte aus ihrem Programm. Tanz, Musik, Gesang und komödiantische Einlagen der Darsteller begeisterten das Publikum. Es wurde geklatscht, gesungen und gelacht. Aber nicht nur das Schlosstheater war ein Highlight des Abends.
Als Überraschung präsentierte die Handwerksvereinigung zu Beginn der Veranstaltung einen Werbespot des Zentralverbandes des deutschen Handwerkes, der gestern Premiere im Fernsehen hatte. "Wir hätten den Spot alle nicht sehen können, da ja niemand zuhause ist, aber verpassen sollte es auch keiner", erklärte Kreuzer. So leiteten die Organisatoren innerhalb kürzester Zeit alles in die Wege, damit die Werbung in der Stadthalle gezeigt werden konnte. Alles verlief reibungslos. Gäste und Veranstalter waren zufrieden.
Aus diesem Grund kommen viele der Gäste schon seit Jahren und sogar Jahrzehnten zum Handwerkerball. Horst Kreuzer, Ehrenobermeister für Karosseriebau, ist bereits seit 1954 dabei und hat viele Erinnerungen an die früheren Bälle. "Damals hat meine Mutter noch immer beim Handwerksball gesungen. Sie hatte eine wirklich schöne Stimme", erinnert sich der 83-Jährige. Auch heute ist Horst Kreuzer immer wieder gerne dabei.
Genauso wie auch Claus-Werner Ahaus, Kommandeur der Schützengilde Höxter, der schon seit 40 Jahren Gast bei den Handwerkern ist. "Es ist ein typisches Höxteraner Publikum, es ist ein "Wir-Gefühl", freute sich Ahaus. Genau das möchten die Handwerker auch vermitteln. "Es ist uns wichtig, dass wir die Freundlichkeit der Handwerker nicht nur den Kunden zeigen, sondern allen gegenüber", betonte Valentin. Die positive Resonanz der Gäste zeigte, dass ihnen das auch in diesem Jahr wieder geglückt ist. Und die ersten Pläne für den Handerwerkerball 2011 lassen bestimmt nicht lange auf sich warten.