Höxter. "Ein dreifaches Helau auf den WDR 2" stimmte der Präsident des Ovenhausener Elferrates, Rainer Wöstefeld, an und begrüßte die Journalisten in Höxter. Unter dem Motto "WDR 2 für eine Stadt" machten sich Reporter und Redakteur Julian Rochlitzer und Organisatorin Anja Heinemann auf den Weg in die Weserstadt und begeisterten die Höxteraner für ihre ihre Aktion.
"Seit 5 Uhr sind wir schon da und haben auch schon geholfen Berliner zu backen", berichtete Rochlitzer und ist begeistert von dem herzlichen Empfang. "Es ist toll, dass trotz Schnee und Kälte so viele gekommen sind und sich beteiligen", betonte Rochlitzer beeindruckt. Zur Weiberfastnacht ließen es sich die Frauen nicht nehmen, Höxter mal von einer völlig anderen Seite zu zeigen. Verkleidet von Kopf bis Fuß, mit jeder Menge guter Laune im Gepäck, eroberten sie den Marktplatz. Kein Mann kam ihnen ungeschoren davon. Das musste auch Bürgermeister Alexander Fischer am eigenen Leib erfahren. Kaum war er gesichtet, ging es auch schon - schnipp, schnapp - und die Krawatte war halbiert.
Gelassen und mit viel Humor nahm es Fischer hin und freute sich über die gute Stimmung in seiner Stadt. "Weiberfastnacht wird immer groß in Höxter gefeiert", betonte der Bürgermeister im Gespräch mit Julian Rochlitzer und freute sich, den WDR 2 in seiner Heimat begrüßen zu dürfen. So viel Engagement der Jecken hätten die Reporter nicht erwartet. "Höxter hat bewiesen, dass hier richtig Karneval gefeiert wird. Auch in unserer Zentrale in Köln hat man mit Respekt entgegengenommen, was hier los ist", so Rochlitzer nach seiner zweiten Berichterstattung aus Höxters Innenstadt. So ist auch das Ziel der Ovenhausener erreicht, "die Karnevalsstimmung aus der närrischen Hochburg Ovenhausen in die Kreisstadt zu bringen".
Zusammen mit der jecken Frauengemeinschaft von St. Nikolai feierte der Ovenhausener Elferrat ausgelassen. Doch nur in der Innenstadt sollte die Karnevalsstimmung nicht bleiben. Der Elferrat stürmte spontan das Stadthaus. "Wir drehen jetzt den Spieß um und übernehmen an Weiberfastnacht die Macht. In Ovenhausen machen wir das sonst immer am Rosenmontag", erklärte Tobias Voss mit einem Lachen. Kaum gesagt, schon getan. So stießen die Jecken mit einem Ruck in den Türen des Stadthauses auf und statteten den Mitarbeitern einen unerwarteten Besuch ab und verteilten unter lautem Alaaf und Helau dutzendweise Berliner, während die Damen sich an den Krawatten der städtischen Mitarbeiter zu schaffen machten. "Wir sind überrascht, aber wir freuen uns über den Besuch", betonte Sabine Hasenbein, die zusammen mit anderen Frauen auch schon Weiberkarneval im Stadthaus feierte. 5. Lokalseite