Höxter. Eine große Zahl von Besuchern aus dem engeren und weiteren Umkreis nutzte im vorigen Jahr den Tag der offenen Tür in Corvey, um in der ehemaligen Klosteranlage und rund um das Schloss auf Entdeckungstour zu gehen. Wegen der positiven Resonanz, die dieses Angebot fand, wird es in diesem Jahr wiederholt. Zehn Tage vor Beginn der Saison, am kommenden Samstag, zeigt Corvey, was es zu bieten hat.
Zu einem Rundgang lädt nicht nur das weitläufige Schloss mit dem Museum, in dem die Geschichte der Stadt und des Klosters dokumentiert ist, dem Kaisersaal und der Fürstlichen Bibliothek ein. Besichtigt werden kann auch die barocke Abteikirche mit dem karolingischen Westwerk. Mitglieder des Fördervereins CHORUS (Corveyer Hilfswerk Orgelrettung und Sicherung) werden die Gelegenheit nutzen, um Spenden für die Restaurierung der von Bleifraß befallenen Corveyer Orgel zu erbitten.
Am Programm des Tages der offenen Tür beteiligen sich die in Corvey ansässigen Unternehmen. Zusammen mit Dr. Claudia Konrad, der Geschäftsführerin des Kulturkreises Höxter-Corvey, gaben Ulrich Menne und Andreas Herrmann für die Schlossgastrononie, Natascha Schlenke für das Brautmoden-Atelier, Michael Rindermann für das Corveyer Weinhaus und Karl-Heinz Krome für das Aktivhotel mit Kanustation bei einem Treffen im Vortragsraum von Schloss Corvey einen Ausblick auf das breite Spektrum dessen, was die Gäste erwartet.
Im Ratiborsaal des Restaurants wird, wie Herrmann ankündigte, eine Festtafel gedeckt. Ein weiterer Raum ist dem mongolischen Barbecue vorbehalten. Auch der Schlosskeller ist geöffnet. Im Weinhaus auf dem Domänenhof können edle Tropfen probiert werden, zum Beispiel ein Frühlingswein oder ein österreichischer Weltmeisterwein. Außerdem gibt es Feinkoststände mit kleinen Köstlichkeiten wie Pesto oder Olivenöl.
Über eine Zunahme der Aufträge, besonders für Ballkleider, freut sich das in Corvey seit fünf Jahren bestehende Modeatelier. Models, bekleidet mit den festlichen Roben ehemaliger Schützenköniginnen, werden über das Schlossgelände flanieren und Aufmerksamkeit wecken für Zauberkünste, die sich mit Nadel und Faden verwirklichen lassen.
Zwar hat die Saison für die Rad- und Wasserwanderer noch nicht begonnen, doch die Räume des in Nachbarschaft zu Schloss und Kirche an der Weser gelegenen Aktivhotels stehen zur Besichtigung offen. Das Hotel werde "sehr gut angenommen", freut sich Krome und berichtet über einen vorteilhaften Effekt: "Viele unserer Gäste waren noch nie hier und nutzen den Aufenthalt für einen Besuch Corveys."