Höxter (bat). Der Finanzausschuss der Kreisstadt Höxter hat mehrheitlich dem Plan zur Marktplatzsanierung zugestimmt. Trotzdem bleibt das Thema ein Streitpunkt. 800.000 Euro sollen für die Sanierung aufgewendet werden. Damit soll zum einen die Entwässerung verbessert werden, zum anderen sollen aber auch Mittel zur Verschönerung aufgewendet werden.
"Durch den Verkauf des Hertie-Gebäudes hat sich eine neue Situation ergeben. Der Eigentümer wird das Kellergeschoss auf seine Kosten sanieren. Und damit dort nicht zweimal alles aufgerissen wird, nehmen wir die Abdichtung und Neukonzeption der Entwässerung in Angriff", erläuterte der Technische Beigeordnete Dardo Franke.
Das ist dringend notwendig, da die Gebäude rund um den Marktplatz immer mehr mit Wasserschäden zu kämpfen haben, die mit einem schlechten und ungenügenden Entwässerungssystem der in den 70er Jahren gebauten Marktplatzplatte zusammenhängen. Hier muss Abhilfe geschaffen werden. Da sind sich alle Fraktionen einig. Allerdings kann die Stadt bisher keine Zahlen vorlegen, was notwendige Sanierung ist und welcher Anteil auf wünschenswerte Verschönerungen entfallen. "Es gibt keinen Grund, soviel Geld auszugeben. Breitere Entwässerungsrinnen kosten keine 800.000 Euro und mehr sollten wir dort mit Rücksicht auf die Finanzlage auch nicht machen", forderte Grünen-Ratsherr Berno Schlanstedt. "Es hängt sehr davon ab, wie das Verhältnis zwischen nötigen und wünschenswerten Maßnahmen ist", sagte auch SPD-Ratsherr Werner Böhler.
"Der hoch überwiegende Anteil entfällt auf die Entwässerungsmaßnahme", versicherte der Beigeordnete Klaus Schumacher. UWG-Fraktionssprecher Jürgen Lessing gab seine volle Zustimmung. "Wir haben uns im Rat seinerzeit mehrheitlich dafür entschieden, den Marktplatz attraktiver zu machen und dabei sollten wir auch bleiben", betonte Lessing.
"Wir schlagen drei Fliegen mit einer Klappe"
So sieht das auch Bürgermeister Alexander Fischer: "Wir schlagen drei Fliegen mit einer Klappe. Wir bekommen das Basement des Hertie-Gebäudes saniert, erledigen in einem Zug die Probleme mit der Entwässerung und setzen auch die Attraktivierung um, mit der wir auch ein Signal für den Einzelhandel setzen, der sich in Zahlen nicht ausdrücken lässt", betonte Fischer.
Die Verwaltung hat sich bereits mit dem Planungsbüro Menke aus Dortmund, das 2007 den Architektenwettbewerb gewonnen hatte, darüber verständigt, nur die Hauptmarktplatte zu realisieren und nicht auch die Randzonen wie ursprünglich vorgesehen. Zentrale Gestaltungsmaßnahme des Architekturbüros ist die Einebnung des Hochbeets und Beseitigung der Bäume. Lediglich eine Linde soll stehen bleiben, von einer Rundbank eingefasst. Die Sanierungsmaßnahme soll in zwei Abschnitten in diesem und im nächsten Jahr verwirklicht werden, wobei für jedes Jahr 400.000 Euro vorgesehen sind.















