St.-Ansgar-Krankenhaus wird auf neuesten Stand gebracht / Auch am Anbau wird gearbeitet
Höxter. Das St.-Ansgar-Krankenhaus in Höxter ist im Umbruch. Fieberhaft wird daran gearbeitet, die Einrichtung aus dem Verbund der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge im neuen Licht erscheinen zu lassen. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten innerhalb des Gebäudes, stehen nun tief greifende Arbeiten an der Fassade an.
Im Mai rollen die großen Baumaschinen an. Abrissbagger, Radlader, Krane und Planierraupen werden der Nord-Ostseite des Krankenhauses ein völlig neues Erscheinungsbild geben. Der Eingang wird sich komplett verändern.
Die beiden langen Rampen für die Pkw und die Treppe hinauf zum Eingang werden verschwinden. In Zukunft soll der Eingang auf der Höhe der Straße liegen. Dort wo jetzt der Wirtschaftshof noch angesiedelt ist, wird künftig der Eingang liegen. "Allerdings ziehen wir das Gebäude im Erdgeschoss noch einige Meter vor", erläutert der Technische Leiter Johannes Brune. Es wird einen Anbau geben.
Durch den neu gewonnen Platz erhält das Erdgeschoss ein völlig neues Erscheinungsbild und ist in dem Abschnitt einem Neubau gleichzusetzen. "Wir werden künftig unsere Zentralambulanz im Erdgeschoss haben und eine weitere Ambulanz für Kinder und Jugendliche. Damit können wir unseren Patienten kurze, unkomplizierte Wege anbieten", erklärt Reinhard Spieß, dass einige innovative Lösungen für das Krankenhaus nötig sind, um auf dem neuesten Stand zu bleiben und mit der Konkurrenz mithalten zu können. Zudem werden im Erdgeschoss künftig die Cafeteria, zwei Konferenzräume und die Kapelle angesiedelt.
Doch die umfangreiche Modernisierung, die von der ersten Planung bis zum Abschluss der Erneuerung knapp zehn Millionen Euro kosten wird (kostspieliges Inventar eingeschlossen), darf den medizinischen Ablauf nicht stören, erst recht nicht gefährden. "Wir sind bemüht, dass es insbesondere für unsere Patienten, aber auch für die Besucher, keine Beeinträchtigungen geben wird. Sowohl in der Versorgung, als auch im Komfort.
Damit dies gewährleistet ist, plant Johannes Brune, der Technische Leiter der Katholischen Hospitalvereinigung Weser- Egge, mit seinem Team schon seit fast drei Jahren an der Bewerkstelligung des Plans.
"Damit im Mai die Rampen abgerissen werden können, musste zunächst viel im verborgenen gearbeitet werden. Für die Renovierung, beziehungsweise den Ausbau des neuen Erdgeschosses, mussten wir eine Zwischenlösung finden, die auch alle erforderlichen Standards erfüllt", erklärt Johannes Brune.
So musste die Hospitalvereinigung buchstäblich neue Wege finden. "An der Nord-Westseite des Gebäudes wird der provisorische Eingang verlegt. Damit die Patienten und Besucher von dort in das Hauptgebäude gelangen, mussten dicke Betonwände durchbohrt werden, damit sie durch eine langen Gang zu den Fahrstühlen gelangen. Wäscherei, Zentrallager, Bettenzentrale wurden neben den Wirtschaftshof verlagert.
"Auf den ersten Blick scheint der provisorische Eingangsbereich etwas ungewohnt. Doch auch in der behelfsmäßigen Eingangshalle stehen den Patienten jegliche Leistungen zur Verfügung", betont Spieß.
"Unser Gesamtkonzept der Erneuerung ist auf gut zehn Jahre angesetzt. Während wir uns in den ersten Jahren auf die Modernisierung der Stationen und der medizinischen Technik konzentriert haben, stehen jetzt die großen Bauvorhaben an."
Trotzdem werden weiter nach und nach die Stationen und die Patientenzimmer neu ausgestattet. "Uns ist es wichtig, dass sich die Patienten wohl fühlen", erklärt Brune. Ein frischer Anstrich und neues Mobiliar sollen dabei helfen.
Zudem kann die Geschäftsführung durch das neu gewonnenen Geschoss nun eine Wahlleistungsstation einrichten, die dann ihren Platz in der achten Etage findet.