Bad Driburg. Nächtliches Schwimmen in den Badeanstalten ist nicht nur untersagt, weil es ohne Badeaufsicht und im Dunkeln gefährlich werden kann, das Eindringen in die Bäder stellt auch den Straftatbestand des Hausfriedensbruchs dar, so dass die Polizei in solchen Fällen tätig werden muss.
Dies stellte, wie die Polizei berichtet, einen Schutzmann in Bad Driburg allerdings in der Sonntagnacht vor ein Problem. Er war allein im Streifenwagen unterwegs, als er gegen 2 Uhr munteres Treiben im Schwimmbad Bad Driburg feststellte. Etwa 20 Leute tummelten sich dort.
Dem Beamten war klar, dass die Gesellschaft auf dem weitläufigen Gelände in Windeseile in alle Richtungen verschwinden würde, wenn sie ihn entdeckten. Und so ersann der Schutzmann eine List. Er schlich selber auf das Gelände und postierte sich an einer Bank, wo Kleidungsstücke, Geldbörsen, Schlüsselbunde und Brillen abgelegt waren. Bei Einschalten der Taschenlampe und dem Ruf "Polizei!" begann wildes Schreien und Kreischen der Nachtschwimmer, dann folgte, wie erwartet, die Flucht über das Gelände.
Der Beamte rief den Jugendlichen in Badebekleidung noch hinterher, dass sie ihre Sachen bei der Polizeiwache abholen könnten, sammelte alles ein und fuhr zur Dienststelle.
Tatsächlich traf eine andere Funkstreife gegen 3.25 Uhr auf dem Weg zur Polizeiwache fünf Personen im Alter von 17 bis 19 Jahren, die zugaben, die nächtlichen Badegäste im Freibad gewesen zu sein. Ihre Personalien wurden festgestellt und die persönlichen Sachen wieder ausgehändigt.

















