Höxter. Zum großen Abschluss des Camp4us (die NW berichtete) kamen hunderte Eltern aus ganz NRW ins Schloss Corvey um zu sehen, was ihre Sprösslinge in den vergangenen zwei Wochen in der Jugendherberge Höxter gemacht haben. In den historischen Gemäuern stellten die Teilnehmer des Feriencamps ihre Projekte vor - und machten deutlich, was sie von der Stadt Höxter halten.
Die Botschaft war eindeutig: "Höxter rockt" schallte es mehrfach durch den Orgelgang des Schlosses. Die 52 Jugendlichen sind begeistert von der Stadt an der Weser. "Es hat wirklich total viel Spaß gemacht", sind sich Mandy (16) und Ramona (13) einig. "Wir haben uns auf jeden Fall weiterentwickelt."
Das war auch der Sinn der Ferienfreizeit, die von der Deutschen Post, der Initiative Teach First Deutschland und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung bereits zum zweiten Mal in Höxter organisiert wurde. "Die Gruppen sind in dieser Zeit zusammengewachsen und wir hoffen, dass sich auch über die Projekte hinaus Netzwerke gebildet haben," sagt Detlev Steinebach, bei der Deutschen Post für Camp4us verantwortlich. Er glaubt, dass die Jugendlichen nun motivierter in die letzten Schuljahre starten und auch selbstbewusster auftreten.
Im Kaisersaal und im Orgelgang des Schlosses stellten die jungen Leute die Projekte wie den Bau eines Teiches, die Renovierung eines Fußballplatzes und die eigene Camp-Zeitung vor. Etwa zehn Minuten lang präsentierten die einzelnen Gruppen den Eltern, Geschwistern und Großeltern anhand von Fotos und Videos, was sie allein auf die Beine gestellt haben. Auch die Jugendlichen, die im Camp in Silberborn waren, stellten ihre Ergebnisse im Schloss vor. In der Pause gab es Musik, ein Buffet im Garten und - zur Freude aller - mehrere Schokobrunnen.
Auch in den kommenden Jahren soll es in den Sommerferien das Camp4us geben. Die Organisatoren wollen damit einen Beitrag zur Bildung junger Menschen leisten.
Für den 13-jährigen Tolga aus Langenfeld und den 14-jährigen Sascha aus Hamm war das Feriencamp super. "Vor allem das Essen war gut", sagen die beiden, lachen und fügen hinzu: "Doof war aber, dass wir nicht mal zu den Mädchen in den Trakt durften."