Höxter. Es hat viel Kritik gehagelt, weil im Zuge der Modernisierung der Höxteraner Straßenbeleuchtung immer neue, kostensteigernde Baustellen aufgetreten sind. So haben sich die Gesamtkosten von anfänglich geschätzten 550.000 auf 1,3 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Tatsächlich aber, rechnete Bauamtsleiter Björn Bühlmeier am Dienstagabend im Bauausschuss vor, betrage der Umfang der eigentlichen Modernisierungsinvestitionen 579.000 Euro und liege damit im Bereich der ursprünglichen Kostenschätzung.
Dass die Modernisierung wirtschaftlich Sinn mache, belegte Bühlmeier mit einer Amortisationsrechnung. Bereits nach 3,4 Jahren seien die Kosten durch Stromeinsparung und den gesunkenen Wartungsbedarf wieder drin. Rechne man die 135.000 Euro Fördergelder dazu, verkürze sich die Amortisationszeit noch einmal um ein weiteres Jahr. Allein die Stromersparnis aufgrund der energieeffizienten Leuchtmittel und der intelligenten Steuerung betrage 116.000 Euro, erklärte Bühlmeier.
Grünes Licht für Ortschaftsinitiativen
Der Bauausschuss hat grünes Licht für die Projekte der Ortschaften Bödexen, Fürstenau, Lütmarsen, Ovenhausen und Albaxen gegeben.
Erstmalig erhält jede Ortschaft der Kreisstadt Höxter in diesem Jahr 5.000 Euro als Materialkostenzuschuss für in Eigenleistung durchgeführte Instandsetzungsarbeiten. So soll beispielsweise in Lütmarsen die Fuß- und Radwegebrücke über den Bollerbach "Im Jetzen" wiederhergestellt werden.
Unterbliebene Ersatzinvestitionen und ein mangelhafter Ausbau der Netzstruktur haben die Kosten für die Modernisierung der Höxteraner Straßenbeleuchtung explodieren lassen. So mussten 400.000 Euro in neue Masten und Steuerkästen sowie 350.000 Euro in die Erneuerung des Kabelnetzes investiert werden.
Damit die Kreisstadt nicht noch einmal so eine böse Überraschung erlebt, schlug Bühlmeier vor, jährlich 200.000 Euro in den Haushalt für Arbeiten am Straßenbeleuchtungssystem einzustellen. Auch wenn die Modernisierung in diesem Jahr weitgehend abgeschlossen werden soll, sei das 180 Kilometer lange Leitungsnetz damit noch lange nicht auf dem neuesten Stand. Hier werde in den nächsten Jahren noch einiges zu leisten sein, erläuterte Bühlmeier.
Insgesamt sah aber auch der Ausschuss das Beleuchtungssystem auf einem guten Weg. "Wenn die heutigen Informationen schon vor drei Jahren bekannt gewesen wären, hätte uns das viel Ärger erspart", fasste der Ausschussvorsitzende Engelbert Bömelburg zusammen.