Beverungen. Im Erzbistum Paderborn wird es in den nächsten Jahren zu Veränderungen kommen. Pastoralverbünde werden zusammengelegt werden. Davon sind auch die Beverunger Verbünde "Beverunger Land" und "Dreiländereck" betroffen, die langfristig zu einem Verbund verschmelzen werden.
Schon jetzt kommt es aber zu Umstellungen. "Es wird viele Umbrüche geben. Alle Dörfer werden notgedrungen zusammenrücken müssen und es wird uns sicherlich viel Gesprächsstoff bescheren", vermutet Pfarrer Christof Hentschel, der seit dem 1. August auch Leiter des Pastoralverbundes "Dreiländereck" ist, nachdem er schon den Verbund "Beverunger Land" geleitet hat. "Es wird sicherlich eine Neuordnung im Bereich der Gottesdienstordnung geben", glaubt Hentschel.
Wann das neue Pastoral gebildet wird und wie es heißen soll, ist noch unklar. Beide Pastoralverbundräte treffen sich heute zu einer ersten gemeinsamen Sitzung. Dort soll über mögliche Schritte im Rahmen der Zusammenführung beider Pastoralverbünde zu einem "pastoralen Raum" beraten werden.
"Weg in die Zukunft"
"Als Wege in die Zukunft" hat Erzbischof Hans-Josef Becker die weitreichenden Umstrukturierungen in den katholischen Pfarrgemeinden im Bistum beschrieben. 88 Seelsorge-Einheiten sollen in den kommenden 20 Jahren nach und nach die 213 derzeit bestehenden Pastoralverbünde im Erzbistum Paderborn ablösen.
Dadurch wird das Pastoralteam größer. Pastor Karsten Lücking, Pastor Thomas Nienstedt, die Gemeindereferentinnen Giesela Fritzsche und Rita Gering, Vikar Konrad Kupiec sowie Pfarrer Christof Hentschel sind nun für alle elf Beverunger Gemeinden und Lauenförde zuständig und werden gleichzeitig in beiden Pastoralverbünden eingesetzt. "Aus Paderborn haben wir aber auch schon vernommen, dass es in nächster Zukunft nur noch zwei Priester und anderthalb Stellen für Gemeindereferenten geben wird", erzählt Christoph Hentschel.
Der Beverunger Raum gehört zu 13 Pilotprojekten, die von der Erzdiözese Paderborn bei der Zusammenschließung besonders geschult werden. Das neue Beverunger Pastoralteam wird dabei von Gregor Drebber und Ralf Nolte vom Generalvikariat begleitet.
Das Hauptbüro des Pastoralverbundes wird in näherer Zukunft das Bürozentrum an der Beverunger Kirche werden. Alle Archive sollen dann zusammengefasst werden, genauso wie die Verwaltungen der elf Gemeinden. Die Pfarrsekretärinnen werden dann jeden Wochentag das Büro besetzen und während der Öffnungszeiten der Großgemeinde zur Verfügung stehen.
Das Pfarrbüro in Dalhausen wird aber bis auf weiteres noch geöffnet bleiben. "Der Übergang soll in aller Ruhe sein und auf keinen Fall überstürzt werden", erklärt Hentschel.