Höxter (bat). Unter dem Motto "Christen beten für ihre Stadt" veranstaltet die ökumenische Arbeitsgemeinschaft Höxter in jedem Jahr am 19. September einen Gebetsgottesdienst im Historischen höxteraner Rathaus, im Gedenken an die Todesopfer und Verletzten der Explosionskatastrophe vom 19. September 2005.
"Doch nicht alle Bürger der Stadt sind Christen aber wir wollen auch unsere muslimischen Mitbürger zu dieser Gedenkstunde einladen", sagt der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft, Pastor Joachim Schmidt. Darum ist das Motto der ökumenischen Gedenkstunde in diesem Jahr in "Bürger beten für ihre Stadt" geändert worden.
"Schließlich sind Muslime nicht nur ebenfalls Bürger der Stadt, sondern sie richten ihre Gebete auch an den gleichen Gott wie Christen und Juden. Und die Gebete um den Erhalt des Lebens und des Friedens dürften sich kaum von denen der christlichen Kirchen unterscheiden", betont Pastor Schmidt. Am Sonntag, 19. September, 17 Uhr, findet die an Christen und Muslime gerichtete Gedenkstunde im Höxteraner Historischen Rathaus statt. Allerdings ohne die Teilnahme der beiden Höxteraner evangelisch-freikirchlichen Gemeinden.
Muslimin wollte sofort mitmachen
Die Baptisten wollen offensichtlich nicht mit Muslimen zusammen beten. "Als ersten Schritt hatte sich eine Bürgerin muslimischen Glaubens zur Mitwirkung bereit erklärt. Ich bin sehr enttäuscht, dass die evangelischen Freikirchler darin einen Grund gesehen haben, ihre Mitwirkung in diesem Jahr abzusagen. Ich bin aber zuversichtlich, dass sie im nächsten Jahr wieder mit dabei sind", sagt Pastor Joachim Schmidt. Seitens der Baptisten war gestern keine Stellungnahme erhältlich. Nach einer Begrüßung durch den Bürgermeister wird Pfarrer Dieter Maletz von der evangelischen Kirchengemeinde eine Ansprache halten. Aller Bürger und Gäste der Stadt sind zur Teilnahme an dem Gebetsgottesdienst am Sonntag isn Historischen Rathaus eingeladen.






















Übrigens: Religion vielleicht, Glaube allerdings nie!