Kreis Höxter (bat). Die Fraktion der UWG/CWG ist zufrieden, dass der Kreis sich weiter gegen die Pläne zur Weserversalzung durch den Kasseler Düngemittelhersteller zu Wehr setzt. "Wir sind froh, dass sich unser Antrag durchgesetzt hat, denn auch wenn der Kreis selbst nicht juristisch gegen das Unternehmen vorgehen kann, ist es für uns ein wichtiges Zeichen, dass der Kreis hinter den Klagen der betroffenen Städte steht und zeigt, dass die Weser uns alle angeht", sagt der Fraktionsvorsitzende Paul Wintermeyer.
Das Unternehmen K+S hat beim Kasseler Regierungspräsidenten einen Antrag gestellt, unbefristet die Weser mit Salzlauge zu belasten.
Dazu soll ein Abwasserrohr vom Werk in Neuhof-Ellers zum Werk Hattorf an der Werra bei Philippsthal gelegt werden. Von dort werden schon jetzt Abwässer in die Weser eingeleitet - auch aus dem Werk Neuhof. Die zusätzliche Salzlauge wird dazu mit einem Lkw von Neuhof nach Philippsthal transportiert. "Erhält Kali und Salz die Erlaubnis zum Bau der kleinen Pipeline, ist die große Pipeline nicht mehr durchsetzbar", fürchtet der Fraktionsvorsitzender Wintermeyer.
Die politischen Parteien im Kreistag wie auch der überregionale Runde Tisch favorisiert eine Pipeline zur Nordsee, um die Salzlauge möglichst umweltschonend zu entsorgen. Das Land Niedersachsen ist jedoch gegen die Nordsee-Pipeline, weil sie eine Schädigung des Wattenmeeres fürchtet, weshalb die Politik im Kreis Höxter für eine Pipeline bis hinter die Wattenmeer-Linie wirbt.

















