Höxter (bat). Es sollte eine schöne, friedliche Gartenparty werden. Doch es kam anders. Am Ende lag der 20-jährige Karsten L. (Name geändert) blutüberströmt und bewusstlos am Boden.
Er wollte nur helfen, weil sein Freund Manuel M. (25, Name geändert) am Boden lag und mehrere Personen ihn mit Schlägen und Fußtritten malträtierten. Was war geschehen, dass die Party am Sachsenweg in Höxter-Godelheim dermaßen aus dem Ruder gelaufen war und zu einer regelrechten Gewaltorgie eskaliert ist? Auf dem Gesicht des 20-Jährigen, der nur schlichten wollte, waren sogar noch die Abrücke des Schuhs zu sehen, von dem er getreten worden war. Ihn hatte es am schlimmsten erwischt.
Schwere Schädel- und Gesichtsprellungen, Zahnabsplitterung und einen verletzten Ellbogen wurden einen Tag später im Krankenhaus diagnostiziert. Doch wer ihn so übel zugerichtet hatte und warum, das konnte gestern das Höxteraner Schöffengericht auch nach der Vernehmung von einem Dutzend Zeugen und nach mehrstündiger Verhandlung nicht klären. Es scheint sich jedoch abzuzeichnen, dass das Gericht möglicherweise die falschen angeklagt hat.
Als Polizei kam, war die Gang verschwunden
Ein 23-jähriger Asylbewerber aus Beverungen sowie ein 21-jähriger Beverunger Montagearbeiter, der zurzeit wegen eines anderen Vergehens in der Haftanstalt Herford einsitzt, kommen nach derzeitigen Stand kaum als Haupttäter im Sinne der Anklage in Betracht. Zwar habe der 23-Jährige sich auf der Party aggressiv verhalten, die entscheidenden Schläge und Tritte soll er aber nicht ausgeführt haben. Der 21-Jährige soll die Party bei Ausbruch der Schlägerei bereits verlassen haben. Die Verhandlung wird fortgesetzt, da noch weitere Zeugen angehört werden sollen.Auf der Party sei es unübersichtlich zugegangen. Es seien viele Leute gekommen, die nicht eingeladen waren. Die brutale Schlägerei soll von einer "Gang aus Beverungen" ausgegangen sein. Als die Polizei auf der Party eintraf, war die Gruppe bereits verschwunden.

















