Holzminden. Die in der Holzmindener Innenstadt entdeckte amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist entschärft. Nachdem am Dienstagnachmittag 10.000 Einwohner evakuiert worden waren, konnten Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdientes am Abend mit ihrer Arbeit beginnen. Um 19.43 wurde Entwarnung gegeben.
Die Fünf-Zentner-Bombe mit zwei Zündern war weitgehend unbeschädigt. Oltmann Harms vom Kampfmittelbeseitigungsdienst sprach von einer unproblematischen Entschärfung. Die Zünder hätten sich herausdrehen lassen.
Um jede Gefährdung der Bevölkerung auszuschließen, war am Vormittag die Räumung der Innenstadt angeordnet worden. "Betroffen sind etwa 8.000 bis 10.000 Menschen", sagte Winsmann. Die Einwohner wurden über Lautsprecherwagen und Radio über die Situation informiert. "Der Evakuierungsradius beträgt einen Kilometer", erklärte Christina Drewes von der Stadt Holzminden. Die Sicherheitszone reicht vom Jugendgarten im Norden bis zum Werk "Nord" der Firma Stiebel-Eltron im Süden und vom Stahler Ufer im Westen bis zum Symrise-Werk "Weser" im Osten. "Das Evangelische Krankenhaus liegt glücklicherweise ganz knapp außerhalb des Gebietes", sagt Polizeisprecher Jörn Schedlitzki.
Um 14.30 Uhr begann die Evakuierung der Anwohner. Sammelstellen sind in der Liebigstraße (Sporthalle), im Schulzentrum und in der Sporthalle Grimmenstein, in den Berufsbildenden Schulen in der Liethstraße, bei der Bundeswehr in der Bodenstraße und auf dem Parkplatz der Firma Stiebel-Eltron im Lüchtringer Weg eingerichtet.
Sicherheitszone für Fahrzeuge gesperrt
Um 15 Uhr wurden die Schulen geschlossen, die Schüler können bis dahin am Unterricht teilnehmen. Ab 17 Uhr mussten alle Einzelhandelsgeschäfte in der Innenstadt schließen. Die Beschäftigten und Kunden müssen dann die Sicherheitszone verlassen. Ab 17.30 Uhr wird die Sicherheitszone für den Fahrzeugverkehr gesperrt.
Die Fünf-Zentner-Bombe war am Montag bei Baggerarbeiten in der Bahnhofstraße in etwa zwei Meter Tiefe entdeckt worden und ist inzwischen freigelegt.
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