Brenkhausen. Ein Untreueverdacht beschäftigt die Blaskapelle Brenkhausen und nun auch die Polizei. Der Kassierer des Musikvereins wird verdächtigt, Geld aus der Vereinskasse veruntreut zu haben. Wie die Polizei erklärte, wurde ein Verfahren gegen den Brenkhäuser bereits eingeleitet.
23 Jahre war der Hobby-Musiker für die Finanzen der Blaskapelle zuständig. Wie der WDR gestern meldete, soll der Kassierer mehrere Tausend Euro aus der Vereinskasse veruntreut haben.
Durch ein anonymes Schreiben wurde dem Radiosender von dem Betrugsfall berichtet. Demnach soll der 48-Jährige die Tat bereits gestanden und sich verpflichtet haben, den veruntreuten Betrag zurückzuzahlen. Wie hoch die Summe ist, ist noch unklar.
Auch die Polizei Höxter steht noch an den Anfängen ihrer Ermittlungen. "Wir haben durch die Anfrage des WDR davon erfahren und gehen der Sache jetzt nach. Zunächst nehmen wir Kontakt mit den Zeugen, Betroffenen und dem mutmaßlichen Täter auf", berichtet Polizeisprecher Peter Schneider.
Da es sich bei der Veruntreuung um ein Offizialdelikt handelt, sei die Polizei verpflichtet die Ermittlungen aufzunehmen – auch wenn der Verein keine Anzeige erstattet. Die Blaskapelle hat inzwischen gegenüber dem Sender erklärt, auf eine Anzeige verzichten zu wollen. Gegenüber der Neuen Westfälischen wollte sich die Brenkhäuser Vereinsführung gestern nicht äußern.
Inwieweit die Tat auch den beruflichen Werdegang des Brenkhäusers beeinflussen wird, ist noch unklar. Nach Angaben des WDR sei der Filialleiter einer Bank beurlaubt worden. Dazu wollte sich die Bank jedoch nicht näher äußern. Ein Sprecher erklärte lediglich, man habe Stillschweigen vereinbart.

















