Höxter. Der Bau des Kauflandobjektes an der Brenkhäuser Straße nimmt Fahrt auf. Die Ausschreibungen sind abgeschlossen. Technischer Beigeordneter Dardo Franke ist zuversichtlich, dass der neue Markt rechtzeitig vor dem nächsten Weihnachtsfest eingeweiht werden kann.
Voraussichtlich im März sei Baubeginn, habe der Investor mitgeteilt. Dann könne die Baulücke auf dem riesigen Areal zwischen Brenkhäuser-, Entlastungs- und Albaxer Straße endlich geschlossen werden. Und auch die beiden übriggebliebenen Häuser Uhe und Riedel an der Brenkhäuser Straße werden bald dem Erdboden gleich gemacht. "Der Investor übernimmt die Objekte von der Stadt Höxter und reißt sie ab", sagte Franke auf Anfrage zur NW.
Dann könne nach Vorgaben des Bebauungsplans gestartet werden. Eine neue Verkaufsfläche von rund 5.000 Quadratmetern soll errichtet werden die Andienung des millionenschweren Großprojektes über die Brenkhäuser Straße, ehemals Zufahrt Kaysers, und die ehemalige Tankstelle erfolgen. Eine weitere Zu- und Abfahrt werde über die Albaxer Straße ermöglicht. "Der Blauglockenbaum in diesem Bereich bleibt erhalten", stellt der Beigeordnete zufrieden fest. 250 Stellplätze für die Mitarbeiter und die Kunden Kauflands können dann ebenerdig erreicht werden. Zeitgleich, weiß Franke, will der Landesbetrieb Straßen NRW den Lärmschutz entsprechend anpassen und das Ausbauniveau von der Kreuzung Entlastungsstraße/Brenkhäuser Straße bis zur Einmündung "Lüre" ändern. Im nächsten Jahr gehe es dann an die geplante Rechtsabbiegespur auf der Brenkhäuser Straße.
Zu den Planungen des ehemaligen Hertie-Hauses gibt dagegen nicht allzu viel Neues, musste der Technische Beigeordnete bekennen. Doch habe noch Ende vergangenen Jahres die Immobilien Treuhand GmbH ITG, Düsseldorf, Interesse bekundet, am Standort Höxter eine neue Entwicklung vorzunehmen. Die Verhandlungen seien aber noch nicht abgeschlossen, so Dardo Franke weiter. Der Bebauungsplan für das Areal im Herzen der Stadt inklusive der Arkadenänderung entsprechend der Wünsch von ITG sei hingegen rechtskräftig.
Warum sich das "Objekt Hertie" immer wieder verzögert, begründet Dardo Franke damit, dass die Ansprechpartner beim Verkäufer gewechselt hätten. Die ITG wolle jedenfalls das Haus erwerben. Schließlich handele es sich um eine 1-A-Lage in Höxter. Wenn dann endlich der Startschuss fällt, will auch die Stadt selbst tätig werden. Parallel mit den Abdichtungsarbeiten des Basements werde der Marktplatz umgestaltet. "Alles in einem Guss, damit die Arbeiten aufeinander abgestimmt werden können", sagt Franke. Im ehemaligen Hertie-Haus ist geplant, einen Drogeriemarkt und einen Textiler und einen Gastronomiebetrieb im Obergeschoss einziehen zu lassen. Auch eine Spielhalle im Erdgeschoss ist noch im Gespräch.
Das stillgelegte, marode städtische Hallenbad in der Luisenstraße wird in diesem Jahr abgerissen. Das kündigte der Technische Beigeordnete Dardo Franke im Rat der Stadt an. Die CDU-Fraktion hatte bereits für das Jahr 2011 einen Abriss gefordert. Franke wies darauf hin, dass in diesem Jahr die neue Lärmschutzwand an der Entlastungsstraße errichtet würde und man darum auch nun den Abriss in die Wege leiten werde. Das Grundstück soll alsdann auf dem freien Markt veräußert werden. Ein Verkauf mit der Hallenbadruine sei wirtschaftlich nicht lohnend, betonte Erster Beigeordneter Klaus Schumacher.
"Ich hätte mir gewünscht, dass der Bürgermeister mit der Einbringung des Haushalts auch einen Entscheidungsvorschlag zur Bäderfrage macht", sagte CDU-Ratsherr Dr. Lutz van Herck. Bürgermeister Alexander Fischer kündigte eine Entscheidung "für die erste Jahreshälfte" an. "Erst wenn die abschließenden Entscheidungen über Standort und Inhalte gefallen sind, und es eine sich daran anschließende Feinplanung gibt, werden wir Klarheit über die benötigten Finanzmittel erlangen und erst dann kann auch eine haushaltsmäßige Berücksichtigung und Einplanung erfolgen", betonte Fischer. So muss noch geklärt werden, ob die Stadt allein ein neues Hallenbad baut, oder ob es eine Kooperation mit der Asklepios-Weserberglandklinik geben wird.