Bad Driburg (nw/mbr). Während die Gesamtschule von den Lehrern des Städtischen Gymnasiums vehement abgelehnt wird (die NW berichtete gestern), wird sie vom Lehrerkollegium der Bad Driburger Realschule favorisiert. Einen Tag nach der Presseerklärung der Gymnasiallehrer haben sich gestern auch die Lehrer der Friedrich-Wilhelm-Weber-Realschule zu Wort gemeldet.
Die Bad Driburger Realschule, schreiben die Lehrer, befinde sich in der besonderen Situation, in der Konkurrenz zu drei Gymnasien zu bestehen. Die Realschule habe seit Jahrzehnten ihre Schülerzahl konstant gehalten und ihr Profil sowie ihr Schulprogramm konsequent weiterentwickelt. Die Bad Driburger Bevölkerung bringe der Realschule eine hohe Akzeptanz entgegen. Auch die Kooperation mit den heimischen Wirtschaftsunternehmen sei in den letzten Jahren stetig ausgebaut worden.
Das Kollegium der Realschule habe seine pädagogische Verantwortung vor allem bei der Förderung der unterschiedlichen individuellen Bedürfnisse einer breitgefächerten Schülerschaft wahrgenommen und positiv umgesetzt und wolle dies auch in der Zukunft sicherstellen. Eine gute Zusammenarbeit sowohl mit der benachbarten Hauptschule als auch mit den drei Gymnasien sei den Realschullehrern dabei sehr wichtig und eine Selbstverständlichkeit gewesen.
"Doch natürlich können und wollen sie die Augen vor dem demografischen Wandel nicht verschließen. Sie sehen sich auch in einer besonderen sozialen Verantwortung. Aus diesem Grunde sind sie der Ansicht, dass sie in einer neu zu gestaltenden Bad Driburger Schullandschaft den unterschiedlichsten Begabungen und Fähigkeiten aller Kinder und Jugendlichen Rechnung tragen müssen", heißt es in der Erklärung . Die Realschullehrer sehen eine pädagogisch und sozial sinnvolle Umgestaltung in der Zusammenführung der drei städtischen weiterführenden Schulen zu einer Gesamtschule, an der auf Dauer alle erteilten Schulabschlüsse erreicht werden können.
"Das Kollegium der Realschule ist sich im Klaren darüber, dass - vor allem vor dem Hintergrund der Anstrengungen der letzten Jahre bezüglich der Schulprogrammarbeit - die Umgestaltung eine weitere Herausforderung darstellt. Doch im Interesse der bestmöglichen Förderung aller Schülerinnen und Schüler stellen die Lehrer sich diesen neuen Herausforderungen", heißt es in der Erklärung abschließend.

















