Kreis Höxter (be). Die Pläne, auch Flächen des Kreises Höxter in den umstrittenen Nationalpark Teutoburger Wald-Eggegebirge einzubeziehen, scheinen zu fallen: Der Kreis- und Finanzausschuss folgte dem Beschluss des Umweltausschusses, die Einrichtung eines Nationalparks abzulehnen (die NW berichtete). Mit den Stimmen von CDU, UWG und FDP rückte das Vorhaben ein Stück näher an die Tischkante.
"Wir haben 22.000 Unterschriften gegen den Park", war für den Liberalen Robert M. Prell die Sachlage klar, "auf Veranstaltungen sprechen sich die Bürger gegen den Park aus. Wir sollten nicht gegen ihren Willen diskutieren", mahnte er.
Gisbert Bläsing (Die Grünen) fand dagegen, die Ablehnung erfolge zu früh: "Wenn der Kreis Lippe eine Bürgerbefragung durchführt", so Bläsing, "müssen wir ein ähnliches Verfahren im Kreis Höxter einleiten". Deshalb stimmten seine Fraktion, sowie die SPD, mit sechs Stimmen gegen den Beschlussvorschlag.
Andreas Suermann (SPD), der sich ebenfalls für eine Bürgerbefragung stark macht, merkte an: "Wenn etwas zur Abstimmung hätte stehen müssen, dann der Kompromissvorschlag des Landrates." Dieser reduzierte die Gesamtgröße des Parks und schloss die Kreise Höxter und Paderborn aus den Plänen aus, ließ ihnen jedoch eine Option, 2020 Teil einer Parkerweiterung zu werden. NRW-Umweltminister Johannes Remmel hatte den Vorschlag jedoch kategorisch abgelehnt. Darüber ist Landrat Friedhelm Spieker selbst enttäuscht: "Es hätte nicht nur ein Nein aus dem Kreis Höxter gegeben, sondern ein Vorschlag, wie man es besser machen kann", bemängelte der Landrat.
Nächsten Donnerstag fällt der Kreistag die finale Entscheidung für oder gegen den Nationalpark.




















@I.Büttner, kaum jemand der gegen den Nationalpark ist, denkt kurzfristig und monetär, das ist mehr als plump ihre Aussage und zeigt auch, dass man gar nicht gewillt ist alternativ zu denken.