Gymnasium Beverungen wird bereits zum zweiten Mal als "Jugend-forscht-Schule" ausgezeichnet
Beverungen. Wieder einmal haben Schüler des Beverunger Gymnasiums erfolgreich am Jugend-forscht-Regionalwettbewerb teilgenommen. Die drei aufwendigen Arbeiten wurden allesamt von der Jury prämiert (die NW berichtete am Montag). So verwundert es auch nicht, dass die Schule beim Regionalwettbewerb als "Jugend-forscht-Schule" ausgezeichnet wurde. Eine Sonderehrung, die zudem mit 1.000 Euro dotiert ist.
"Für uns ist das natürlich eine wichtige Auszeichnung, die uns in unserer Arbeit bestärkt. Die 1.000 Euro lassen wir natürlich direkt wieder in die Jugend-forscht-Arbeiten der kommenden Jahre fließen", erklärt Schulleiter Karl-Günter Marquardt. Nach 2010 erhielt die Schule den Preis bereits zum zweiten Mal. Um im gesamten Regionalbezirk Paderborn, der sich aus den Kreisen Paderborn, Gütersloh, Soest und Höxter zusammensetzt, die erfolgreichste Schule zu sein, sind für den Schulleiter drei Komponenten von enormer Bedeutung.
"Zum einen brauchen wir natürlich wissensdurstige Schüler, die sich dieser zeitaufwendigen Arbeit widmen. Dann brauchen wir die Lehrer, die sich ehrenamtlich dafür engagieren und natürlich sind die Eltern auch enorm wichtig, denn auch sie müssen sehr viel Zeit aufbringen, damit ihr Kind die Arbeiten im vollen Umfang erledigen kann", erklärt Marquardt.
"Das Forschen und vor allem auch das Ergebnis zu Papier bringen ist schon sehr zeitintensiv. Weihnachtsferien gab es in diesem Sinne diesmal nicht", berichtete Michael Heidenreich, dessen Tochter Amelie (6. Jahrgangsstufe), zusammen mit Ruth Borrman (9. Jahrgangsstufe), seltene Pflanzenarten an Wegrändern erforschte.
"Da lernt man automatisch selber wieder viel über die Natur", sagt der Vater . Großer Dank und Anerkennung gilt aber vor allem dem Biologie- und Erdkunde-Lehrer Hans Barth. "Mit mittlerweile über 100 betreuten Arbeiten hat Hans Barth der Schule im Bereich der individuellen Förderung einen großen Dienst erwiesen. Solche engagierten Lehrkräften gebührt großer Dank", sagt der Schulleiter. Mit Tim Schrader ist in diesem Schuljahr zudem ein neuer Lehrer dazu gestoßen, der die Forscherarbeiten künftig mit unterstützen wird. "Das Schöne an der Arbeit ist, dass zusammen mit den Schülern etwas erarbeitet wird und die Arbeit, die man verrichtet auch wertgeschätzt wird", sagt Schrader.
Das Gymnasium wird auch in Zukunft alles daran setzen, dass Schüler am Schüler-forscht-Wettbewerb teilnehmen. Durch die Umstrukturierung der Schule zurück zu G9 hofft Karl-Günter Marquardt zudem, dass mehr Schüler wieder die Zeit finden, sich mit einem Thema zu beschäftigen.
"Man darf auch nicht verkennen, dass ein Schüler-forscht-Preis eine angesehene Auszeichnung ist und in vielen Bereichen des späteren Berufslebens auch eine Eintrittskarte sein kann", sagt Schrader. Unabhängig davon ist die erlernte Methoden- und Sachkompetenz für die Universität oder das Berufsleben von großer Bedeutung. "Individuelle Förderung heißt an unserer Schule halt nicht nur, dass Schwachstellen behoben werden, sondern dass auch Talente gefördert werden", sagt Marquardt.