Gesamte Jahrgangsstufe des Gymnasiums Brede unterstützt Mitschüler im großen Burger-Wettbewerb
Brakel. Die erste Runde ist siegreich absolviert. Eine Rezeptidee der Jahrgangsstufe Q1 des Brakeler Brede-Gymnasiums hat es unter die 20 besten geschafft. Am Freitag gibt es ein spezielles Burger-Casting in München.
"Dann wird unser Mc Brede erstmals zubereitet, und wenn er es unter die besten fünf schafft, wird unser Mc Brede eine Woche lang bundesweit auf der McDonalds-Menükarte stehen", sagt Initiator Daniel Muhr (16) aus Istrup.
Schon im letzten Jahr hatte er sich für den Wettbewerb "Mein Burger" an einem Rezept versucht, war aber nicht in die engere Wahl gekommen. Aufgeben kam für den Burger-Gourmet aber nicht in Frage. "Ich habe meine Idee neu ausgearbeitet, und bei dem Projekt bin ich von der ganzen Jahrgangsstufe und auch der gesamten Schule ganz toll unterstützt worden", sagt Daniel Muhr. Und siehe da, wenn alle mitziehen, lässt sich was bewegen. Im Internet wurde kräftig für den Mc Brede gevotet und jetzt steht die Kreation im großen Finale.
Und so sieht der Mc Brede aus: Zwischen ein leckeres Laugenbrötchen kommt die obligatorische Rindfleischboulette. Darauf wird eine Scheibe Emmentaler-Käse gelegt, darüber kommt ein Röstitaler ein Salat-Mix sowie Salsa und Caesar-Soßen. Unter die Frikadelle, gewissermaßen als Fundament des Burgers, kommt eine Scheibe Schinken. "Das besondere sind der Röstitaler und die Scheibe westfälischer Schinken", erklärt Daniel Muhr. Mitschüler Jonas Volmer (18) aus Warburg trägt am Freitag die Last der Verantwortung, den Mc Brede in München optimal zu präsentieren.
"Ich werde vorher schon mal ein bisschen üben, wie man den Burger auch optisch gut herrichten kann, denn in München müssen wir den Burger selbst zubereiten und dann der Jury servieren", erläutert Burger-Brater Volmer.
Eines aber ist jetzt schon sicher. Der Mc Brede ist der intellektuellste unter allen 20 Burgerfinalisten. Mitschüler Timo Speith (17) aus Brenkhausen hat nämlich ein Gedicht auf den Brede-Burger verfasst: Seht sie an die Sensation: Der McBrede - Perfektion! Bringt Geschmack zur Explosion, für den Denker doch der Lohn! Erst durch Doppeljahrgangsstärke, war’n wir fähig zu dem Werke. Auf dass die ganze Welt nun merke, zu was Mensch fähig ist mit Stärke!
Das Gedicht zeigt, dass auch eine Menge Witz und Ironie mit im Spiel ist und es nicht so aussieht, als wenn sich die Brede-Schüler von den McDonalds- Marketingstrategen um den Finger wickeln lassen würden.
Jugendexperten betrachten solche Aktionen kritisch, da Unternehmen hier junge Konsumenten fest an sich binden wollen. "Das passt schon, wir sind ja schließlich dazu erzogen worden, Dinge kritisch zu hinterfragen und wir haben da schon die richtige Einstellung", sagt Mitschüler Fabian Peters (18) aus Brakel.
Das ist auch der Tenor der Schulleitung. Zwar wird auch an der Brede der Konsum von Fastfood kritisch gesehen, aber ein Dogma ist das nicht. "Natürlich bin ich über die Aktion informiert, aber ich sehe keinen Grund, den Schülern den Spaß zu verderben", sagte Schulleiter Dr. Friedhelm Molitor gegenüber Pressevertretern. Für die Finalteilnahme haben die Schüler von McDonalds einen Kostenbeitrag von 500 Euro bekommen. Daniel Muhr: "Das Geld legen wir zurück für unsere Abiparty im nächsten Jahr, damit wir alle was davon haben."