Höxter (bat). Das städtebauliche Entwicklungskonzept Innenstadt Höxter, welches vom Rat der Stadt Höxter im Juni 2009 beschlossen worden war, wird auf der Grundlage des vom Planungsbüro Pesch aus Herdecke überarbeiteten und ergänzten Entwicklungskonzeptes "Höxter Weserbogen/Kloster Corvey" um die Bereiche Corvey und Corveyer Allee erweitert und dem räumlichen Geltungsbereich der Erhaltungssatzung Höxter angepasst. So der Beschluss des Kernstadt-Ortsausschusses am Donnerstagabend.
Ursprünglich bezog sich das städtebauliche Entwicklungskonzept auf die Höxteraner Altstadt. Im Juli 2011 hatte der Rat bereits einer Erweiterung der Gebietskulisse um den Bereich von der Corveyer Allee inklusive Weserbogen und Schloss zugestimmt. Das städtebauliche Entwicklungskonzept ist Grundlage für den Erhalt von Fördergeldern. Das Volumen der förderfähigen Maßnahmen liegt insgesamt bei rund 12,5 Millionen Euro. Mit der erweiterten Gebietskulisse ergeben sich auch neue Förderprojekte, ohne dass sich die zur Verfügung stehenden Mittel signifikant ändern würden.
Um hinsichtlich es kommenden Weltkulturerbes notwendige Maßnahmen ergreifen zu können, müssen die Projekte umgeschichtet werden. Hier hat der Ortsausschuss der neuen Prioritätenliste der Verwaltung zugestimmt. Auf diese Weise will die Stadt 1,6 Millionen Euro bis 2015 zusätzlich zur Verfügung haben, um infrastrukturelle Investitionen leisten zu können. 390.000 Euro werden benötigt, um Brachflächen der Bahn südlich der Corveyer Allee zu erwerben und dort einen neuen Besucherparkplatz zu bauen.
"Im Sinne einer umfassenden städtebaulichen Entwicklung ist es sachgerecht, für das erweiterte Entwicklungsgebiet einen einheitlichen Maßnahmenplan aufzustellen, der die im Maßnahmengebiet anzustrebenden städtebaulichen Maßnahmen aufzeigt und in einem integrierten Handlungskonzept zusammenfasst", begründet der Technische Beigeordnete Dardo Franke den Sachverhalt Die Maßnahmen zielten darauf ab, die bau- und kulturhistorisch wertvollen Bereiche im Stadtkern von Höxter sowie Corvey über die jeweiligen Einzeldenkmale, Straßen und Plätze hinaus in ihrer baulichen und strukturellen Eigenart und Geschlossenheit zu erhalten und zukunftsweisend weiter zu entwickeln.
Förderung für das Bahnhofsgebäude abgelehnt
Dazu gehört auch das Bahnhofsumfeld. Hier hat die Stadt aktuell einen Rückschlag hinnehmen müssen. "Wie wir heute von der Bezirksregierung erfahren haben, werden wir keine Förderung für das Bahnhofsgebäude erhalten", sagte Bauamtsleiter Björn Bühlmeier dem Ortsausschuss. Noch im Dezember hatte das Land hier 100.000 Euro in Aussicht gestellt, damit die Stadt ebenerdig am Bahnhof eine neue öffentliche Toilette bauen kann. "Wir müssen jetzt versuchen die Maßnahme über das Entwicklungskonzept durchzusetzen", sagte Bühlmeier. Ortsausschussmitglied Erich Lawynda regte an, mit einer mobilen Toilettenanlage eine vorübergehende Alternative zu schaffen."Der gegenwärtige Zustand ist nicht haltbar und wir wissen nicht, wann sich hier wirklich etwas tut", sagte Lawynda. CDU-Ratsherr Lutz van Herck forderte gar, das Projekt Südumgehung fallen zu lassen.
"Hier haben wir eine riesige Summe für eine Sache gewidmet, von der kein Mensch glaubt, dass sie wirklich kommt." Dem widersprach Bauamtsleiter Bühlmeier mit den Hinweis, dass seitens des Landes ein vordringlicher Bedarf im Verkehrswegeplan des Bundes festgestellt worden sei. Auch SPD-Ratsherr Peter Greschner sah hierin "ein falsches Signal".

















