Kreis Höxter. Wie hoch im Kurs die Städte des Kreises Höxter bei naturverbundenen Touristen und Erholungssuchenden stehen, das ermittelte für das Jahr 2011 das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Mit Blick auf den Tourismus in den Kommunen und Gemeinden im Kreis Höxter lautet die Devise: "Tendenz steigend".
Gegenstand der aktuellen Auswertung aus der Landeshauptstadt sind sämtliche Betriebe im Kreis, die über mindestens neun Betten verfügen. Insgesamt 133 Hotels und Pensionen wurden kreisweit innerhalb der Erhebung berücksichtigt. Über 6.110 Betten verfügen die Betriebe in der Region. Und die Auslastung der angebotenen Schlafstätten kann sich sehen lassen: Mit rund 46,2 Prozent stieg die Belegung der Betten im vergangenen gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent. "Die Auslastung der angebotenen Betten im Kreis Höxter liegt etwas höher als im vergangenen Jahr, daher sind wir zufrieden. Auch im regionalen Vergleich ist die Bettenauslastung positiv zu sehen", sagt Katja Krajewski, Tourismusreferentin der Gesellschaft Kulturland im Kreis Höxter.
Spitzenreiter im direkten Vergleich der ausgeschriebenen Schlafmöglichkeiten ist Bad Driburg. Insgesamt 2.640 Betten stehen Besuchern in der Bäderstadt zur Verfügung. Und auch in puncto Auslastung schlägt die Kurstadt mit 69,6 Prozent ihre Mitbewerber um Längen. Die Silbermedaille in Sachen Betten-Angebot gebührt der Stadt Höxter mit 761 Betten. Warburg belegt in dieser Kategorie den dritten Platz mit 589 Schlafgelegenheiten.
Lediglich in der alten Hansestadt ist die Auslastung der Bettenbelegung um 0,5 Prozent gesunken. Insgesamt ist die Anzahl der Übernachtungen in Warburg im Jahr 2011 rückläufig. Rund 84.268 Gäste übernachteten in Warburg - und damit 2,5 Prozent weniger als im Vorjahr. "Auch wenn die Zahlen nur leicht gesunken sind, können wir nicht zufrieden sein. Bei einer Stadt mit großen Baumaßnahmen können die Erwartungen jedoch auch nicht allzu hoch sein", sagt Norbert Hoffmann, Tourismusmanager der Stadt Warburg.
Zuversichtlich blickt Hoffmann auf das laufende Jahr. "Wir versuchen immer, uns zu steigern", sagt der Tourismusmanager, der Angaben über die vielen kleinen Anbieter von Ferienwohnungen, Pensionen und Privatzimmern in der Statistik vermisst. "Von den Inhabern kleinerer Betriebe höre ich nur Gutes. Sie sind mit ihrer Auslastung zufrieden", sagt er.
Über ein Plus im Bereich der Gästeübernachtungen von 0,7 Prozent kann im Kreis Höxter gejubelt werden. Verzeichnete der Kreis im Jahr 2010 doch ein herbes Minus von 1,1 Prozent. Auch die Stadt Marienmünster darf sich über eine Steigerung von 1,2 Prozent in dieser Kategorie freuen. In der Stadt Nieheim sanken die Übernachtungszahlen dagegen um 5,9 Prozent. "Der Rückgang in Nieheim lässt sich teilweise durch die Schließung eines größeren Hauses im Herbst vergangenen Jahres erklären", erklärt Krajewski.
Mehr als 19,5 Millionen Gäste besuchten die nordrhein-westfälischen Beherbergungsbetriebe im Jahr 2011 und brachten es damit auf insgesamt 44,2 Millionen Übernachtungen. Allein in den Kommunen und Gemeinden des Kreises Höxter bestätigte das Statistische Landesamt 1.136.390 Übernachtungen. Durchschnittlich 4,6 Tage genossen die Besucher die Schönheit der Natur sowie Land und Leute der Region.
Positiv bewertet Krajewski die steigenden Besucherzahlen internationaler Gäste. "Positiv ist das deutliche Plus bei den Ankünften der ausländischen Gäste. Nach wie vor stellen die niederländischen Reisegäste mit mehr als 63 Prozent den größten Teil der ausländischen Gästeübernachtungen im Kreis", betont die Tourismusreferentin. Insgesamt 46.027 internationale Besucher fühlten sich in den Städten des Kreises pudelwohl.