Senne. Sonntag, kurz nach 13.30 Uhr. "Wohnungsbrand auf dem Marktplatz Nummer 1", lautete die "Eilmeldung". Mit Tatütata rollten zwei Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Senne vor. Schnell und mit sicheren Handgriffen löschten die Kameraden den Brand im Kinderzimmer. Dies war glücklicherweise nur eine Vorführung beim Aktionstag "Feuerwehr zum Anfassen" der Löschabteilung Senne.
Ein bisschen störte das Regenwetter beim Programmablauf. Doch schauten vergleichsweise weniger Besucher als in den Jahren zuvor auf dem Senner Marktplatz vorbei, waren die Mitglieder der Löschabteilung Senne (Freiwillige Feuerwehr Bielefeld) mit umso größerem Engagement bei der Sache.
Die jungen Kameraden Christina Buchal und Kevin Cieplik (Jugendfeuerwehr Senne) spielten im vorbereiteten "Kinderzimmer" eine Streitszene nach und legten mit einer umgestoßenen Kerze Feuer. Moderator Frank Dorow kommentierte mit "Zündel" von der Feuerwehrpuppen-Bühne Bielefeld, gespielt von Sebastian Heinisch, das Geschehen. Während die Besucher den Handgriffen der "eintreffenden" Senner Feuerwehr zuschauten, vermittelten Dorow und "Zündel" wissenswerte Informationen. "Der Rauch ist noch gefährlicher als das Feuer", sagte "Zündel" zu der Gefahr, das Bewusstsein zu verlieren oder zu ersticken, während Dorow verdeutlichte, wie überlebenswichtig Brand- und Rauchmelder sein können. Dorow: "Rauchmelder haben ein Messgerät und piepen bei Rauchgasen.""Ich wollte mal schauen, wie so etwas funktioniert", verriet Sabine Gutmann.
Mit Ehemann Klaus und Enkel Ben (3) schaute sie beim Aktionstag vorbei und ließ sich von Feuerwehrmann Ralf Arndt die Funktion eines handelsüblichen Hand-Feuerlöschers für den Notfall erklären - und durfte sogar einen kontrollierten, kleinen Brand mit zwei, drei Druckstößen löschen. "Einen Pkw haben wir aus dem Graben gezogen", berichtete Gerhard Haupt, Schriftführer der Einheit. Mit einem sogenannten Greifzug, ein handbetriebener Seilzug, zogen die Kameraden das Auto heraus. Mit großen Augen schauten vor allem die kleinen Besucher bei Aktionen wie dem Bergen einer 75 Kilogramm schweren Plastikpuppe aus dem zweiten Geschoss eines Gebäudes am Marktplatz und per Drehleiter (Feuerwehr Bielefeld) zu. Der Nachwuchs scheint gesichert: In voller Spielzeug-Feuerwehrmann-Montur kam Lukas (4) mit seinen Großeltern zum Feuerwehrfest.