Oerlinghausen. Während die Spielplatz-Kämpfer in Währentrup mit der Verwaltung wegen vermeintlich falscher Zahlen und fehlender Verhandlungen hadern und der Bauausschuss über eine Halteverbotszone in der Straße Am Iberg berät (siehe untenstehenden Artikel), hat der Stein des Anstoßes die Nase voll. Bernhard Schulz, Bauherr des Wasserparkes Währentrup, wird seinen privaten Garten an Wochenenden und Feiertagen schließen.
"Schon am Wochenende werden die Schilder hängen, die auf die neue Regelung ab 16. Mai hinweisen", sagt Bernhard Schulz im Gespräch mit der NW. Auslöser für diese Reaktion waren jedoch weder die Diskussion um die Spielplatzsituation, die nicht direkt mit dem Wasserpark Währentrup zusammenhängt, oder die Parkplatzdebatte, sondern weitere Forderungen des Kreises und der Stadt an ihn. Der Unternehmer, der sich mit dem Wasserpark einen Traum erfüllen wollte, mag noch keine Details nennen. "Aber das geht jetzt übers Ziel hinaus."
Schulz betont, dass er in der Vergangenheit diverse Vorschläge unterbreitet habe, um die bestehenden Probleme aus der Welt zu schaffen. Für die meisten Währentruper ist das in erster Linie die Parkplatzfrage, da der Wasserpark vor allem am Wochenende sehr gerne von auswärtigen Gästen besucht wird. "Ich habe zum Beispiel angeboten", sagt der Gartenliebhaber, "den Spielplatz komplett in den Park zu integrieren, besser auszustatten, so dass die jetzige Spielfläche fürs Parken freigeworden wäre."
Alternativ habe er angeboten, sogar beides auf eigene Kosten zu erledigen: Spielplatz verlegen, Parkplätze ausbauen. "Allerdings hätte ich den Parkplatz dann gebührenpflichtig gemacht." Er habe auch die Möglichkeit in Aussicht gestellt, sich an einer Parkplatzlösung außerhalb des Ortskerns zu beteiligen. Die Verwaltung habe ihm Prüfung zugesagt - und dabei sei es geblieben.
"Ich habe schon viel vorgeschlagen", sagt Bernhard Schulz, "aber publik gemacht wird nur das, was eventuell gegen mich spricht." Es werde jetzt Zeit, dass er sich wehre. Schulz gibt zu, dass er mittlerweile "ein bisschen verbittert ist", weil er wegen seines Wasserparkes "nur Nackenschläge einstecken muss." Jetzt soll damit Schluss sein. "Ich will meine Ruhe haben und will meinen Währentruper Nachbarn auch weiterhin ins Auge schauen können", erklärt Schulz. Allerdings glaubt Bernhard Schulz nicht, dass damit das Parkplatzproblem in Währentrup gelöst ist. Denn auch das Hotel Mügge habe viel Besucherverkehr, gerne auch abends. "Mal sehen, wo dann der Buhmann ist."