Halle (spar/röß). Charleen White aus Bad Oeynhausen hat am Samstag das Finale des OWL-Gesangwettbewerbs "Sing a Song" gewonnen. Die 27-jährige Bad Oeynhausenerin war mit dem Titel "Hallelujah" vor 2.000 Zuhörern im Gerry-Weber-Stadion in Halle angetreten.
White ist daraufhin am Abend im Vorprogramm des "Ich + Ich"-Konzertes vor mehreren Tausend Zuschauern aufgetreten.
Als Bonbon für alle Konzert-Gäste holten die Radiosender zum "Ich + Ich"-Konzert das Show-Orchester der Big Band der Bundeswehr als besonderen Gast dazu. Nur für den Radio Feiertag nahmen sich Adel Tawil und die Big Band der Bundeswehr einige Stücke aus dem Repertoire von "Ich + Ich" vor und mischten den Big-Band-Sound darunter. Im April hatten die Lokalradios aus der Region Gesangstalente aus allen Sendegebieten zur Teilnahme aufgerufen. Mehr als 500 Talente hatten sich beworben. Sowohl Jury als auch Hörer wählten White auf den ersten Platz.
"Ich bin total überwältigt", sagte die junge Sängerin nach ihrem Sieg ins Mikrofon: "Ihr seid super." Beim Vortragen des Siegessongs, im Original von dem Kanadier Leonard Cohen komponiert, wurde White von den anderen Finalistinnen im Backgroundchor unterstützt (siehe Fotostrecke). Die Bad Oeynhausenerin wird am Abend gemeinsam mit der Big Band der Bundeswehr im Vorprogramm von Ich + Ich auftreten und kann sich zudem über ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro freuen. Zweitplatzierte wurde Sofia Weber aus Enger.
200.000 Hörer an den Radiostationen
Das Wettbewerbsfinale ist Teil der Party zum 20. Geburtstag der OWL-Lokalradios Radio Bielefeld, Radio Gütersloh, Radio Herford, Radio Hochstift, Radio Lippe, Radio WAF und Radio Westfalica. "Die Vorbereitung des Wettberwebs und die Auswahl der Sängerinnen hat einen Riesenspaß gemacht", sagt Uwe Wollgramm, Geschäftsführer von AMS: "Alle Finalistinnen sind supernett."
Rund 2.000 Zuhörer verfolgten das "Sing a Song"-Finale live, der Video-Stream wurde 3.000 mal aufgerufen und etwa 200.000 Leute hörten den Kandidatinnen über die sieben Lokalradios zu. Am Gewinner-Voting beteiligten sich 5.000 Radiofans.
Mehrere hundert Familien hatten zuvor das Radiofest am Gerry-Weber-Stadion gefeiert. Auf dem Außengelände des Gerry-Weber Stadions tummelten sich Musiker, Stelzenläufer, Puppenspieler, Artisten und Künstler mit Animationsprogramm, Kunststücken und vielen Aktionen zum Mitmachen.
Randale mit der Kinder-Rockband
Für große und kleine Leute gab es ein durchgängiges Bühnenprogramm auf der Laibachbühne mit Tanzgruppen, der Kinder-Rockband "Randale", dem Tamalan Theater und Partyprogramm mit Jens Heuwinkel sowie dem Mitmach-Märchen "Rudolfs Schatzsuche".
Zudem präsentierten sich alle Radiosender mit einem eigenen Stand. Radio Bielefeld versorgte die Besucher im Oldtimer-Bus mit heißen und kalten Getränken, Radio Gütersloh setzte mit dem Riesen-Trampolin auf Hüpf-Aktion und Radio Herford bot technische Spielereien auf der Nintendo Wii. Der Märchenerzähler von Radio Lippe schickte große und kleine Zuhörer auf eine phantasievolle Reise durch die Welt von Schneewittchen, Dornröschen und Co.
Bei Radio Hochstift ging es hoch hinaus auf den Kletterberg. Wer das kühle Nass suchte, ist in der Radio Westfalica Strandlandschaft genau richtig - hier gab es den Power Paddler im eigenen Swimming-Pool. Bei Radio WAF kamen Kicker-Fans auf ihre Kosten: Am Aktionsstand gibt es Human Table Soccer und Torwandschießen.
Wurzeln in der Karibik
Der Vater von Charleen White, der Siegerin des "Sing a Song"-Gesangswettbewerbes, ist Brite und kommt aus der Karibik. Sie selbst arbeitet als Büroangestellte bei der britischen Armee und tanzt HipHop in einem Verein in Bad Oeynhausen. Ihr Freund wünscht sich, mit ihr für die 5.000 Euro Siegprämie in den Wintersportort Ischgl nach Österreich zu reisen. "Ich bin unendlich dankbar für die Unterstützung", sagte White nach der Siegerehrung. Die 27-Jährige hat bereits Bühnenerfahrung, da sie häufig auf Stadtfesten auftritt. Vor drei Jahren kam sie bei der Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" in die TOP 30.