Oerlinghausen. Jens Hartmann hat viele Gespräche geführt. Doch alles Werben half nicht. Der Vorsitzende des Stadtsportverbandes Oerlinghausen fand keinen Nachfolger, der sein Amt als Chef der Interessenvertretung aller Sportler der Stadt antreten wollte. Jetzt ist Jens Hartmann zurückgetreten. Der 2.Vorsitzende Heinz Schindowski hat übernommen – allerdings nur kommissarisch.
Ein Mann, ein Wort: Bereits vor Jahresfrist hatte Jens Hartmann bei seiner Wiederwahl angekündigt, während der nächsten Jahreshauptversammlung sein Amt zur Verfügung zu stellen. Jetzt war es soweit. "Nachdem ich Oberst bei den Schützen geworden bin, war klar, dass ich nur ein Jahr lang diese Doppelbelastung auf mich nehmen kann", sagte Jens Hartmann am Mittwochabend. Hartmann war fünf Jahre oberster Sportler in Oerlinghausen, davor war er bereits zwei Jahre als Vize-Vorsitzender aktiv. "Es waren sieben tolle Jahre, die viel Spaß gemacht haben", sagte er. Ein Nachfolger ist dennoch nicht in Sicht gewesen. Auch Vorschläge aus den Reihen der Vereinsvertreter kamen am Mittwoch nicht. So sprang Heinz Schindowski in die Bresche. "Ich werde aber 2013 auch auf jeden Fall aufhören", sagte Schindowski. Er und Jens Hartmann appellierten an die Vereine, sich an der Kandidatensuche zu beteiligen. Sobald ein Anwärter gefunden ist, soll es eine außerordentliche Versammlung geben.
Als letzte Amtshandlung hatte Jens Hartmann einen Scheck aus den Händen von Werner Bauch und Wolfgang Konrad entgegengenommen. Die beiden hatten gemeinsam mit dem Männergesangverein "Liedertafel" Helpup Anfang Januar ein Konzert der Don Kosaken organisiert und die Überschüsse – es kamen 1.130 Euro zusammen – für die Oerlinghauser Ferienspiele zu Verfügung gestellt. "Das Geld ist bereits auf dem Konto eingegangen", sagte Jens Hartmann und freute sich.
In seinem Jahresbericht ging Hartmann unter anderem auf die 975-Jahr-Feier der Stadt und den erfolgreichen 37 Stunden und 10 Minuten währenden Weltrekordversuch des Tauchvereins Aquatica im Unterwasser-Tischfußball ein. Hans-Günter Lenzen konnte von einer Steigerung bei der Abnahme der Sportabzeichen um 50 auf 357 berichten. Bei den 18. Ferienspielen wurden 32 Kurse angeboten. "Es gab mehr als 700 Kursteilnahmen", sagte Stadtsportverband-Geschäftsführerin Tanja Tilleke, "zwölf Vereine haben uns hierbei unterstützt."