Oerlinghausen (tee). Gescheitert. Nur Frank Böning (Union) konnte sich im Umweltaussschuss für die Bitte der Initiative IngE (Initiative grüne Energie) erwärmen, die Oerlinghauser Stadtwerke anzuhalten, noch in diesem Jahr den Atomstrom aus dem Programm zunehmen. Rund 17 Prozent des Stadtwerkestroms kommen aus Meilern.
Abgesehen davon, dass es langfristige Abnahmeverträge gibt, die, so Stadtwerke-Alt-Geschäftsführer Peter Blome, erfüllt werden müssen, sei ein Verzicht nicht ohne einen Zuschlag auf dem Strompreis möglich, erklärte der neue Mit-Geschäftsführer Peter Synowski. Damit bestehe die Gefahr, dass die Stadtwerke die Kunden - in erster Linie die Industrie - verlieren, die sehr viel Wert auf einen möglichst günstigen Preis legen. Synowski, der zusätzliche Kosten von 100.000 Euro nannte: "Subventionieren können wir die Betriebe schließlich nicht."
Die Stadtwerke - das ist ein einstimmiger Beschluss der Gesellschafterversammlung vom Mittwoch - setzen vielmehr darauf, den Anteil des selbst produzierten und umweltfreundlich erzeugten Stroms weiter zu erhöhen. Daher wird am Standort Helpup noch in diesem Jahr ein neues Blockheizkraftwerk gebaut, dass nach Angaben von Synowski Strom für rund 550 Haushalte liefern kann.
Die in einem BHKW auch erzeugt Wärme wird zunächst für das Hallenbad genutzt, im kommenden Jahr sollen die ersten Leitungen für ein Nahwärmeversorgungsnetz werden, an das auch die Grundschule angeschlossen werden soll. Peter Blome, der in diesem Frühjahr in den Ruhestand geht: "Das ist mein Abschiedsgeschenk." Für das Blockheizkraftwerk und die ersten Hauptleitungen nehmen die Stadtwerke rund 1 Million Euro in die Hand, erklärte Peter Synowski.












