Oerlinghausen / Leopoldshöhe (blu). Sechs Produktionen, acht Veranstaltungen, vier Tage: In konzentriertem Format kommen diesmal die Puppenspiel-Tage "figura magica" im Detmolder Sommertheater daher. Los geht's am 8. März.
Die Festival-Macher richten ihr Programm wieder an die ganze Familie - "besonders wichtig ist es uns, schon die kleinen Zuschauer zu erreichen", sagt Iris Witt vom Detmolder Sommertheater. So richtet sich eine Produktion bereits an Kinder ab drei Jahren: "Die Froschkönigin", dargeboten vom Theater der Altmark Stendal. "Das bekannte Märchen wird hier aus Sicht des Frosches erzählt: Die Prinzessin muss sich um ihn bemühen und versuchen, ob sie all seine Ansprüche erfüllen kann", erzählt Iris Witt. "Mir gefällt die Botschaft des Stückes: Man muss sich eine Sache schon von allen Seiten angucken, ehe man sagt, das ist igitt." Genau wie die Produktion des Figurentheaters Cornelia Fritzsche "In Kaspers Küche ist der Teufel los" - eine ganz klassische Kaspergeschichte, die für Kinder ab vier Jahren geeignet ist - richtet sich diese Vorstellung vor allem an Kindergärten.
Für Familien wird es am Wochenende, 10. und 11. März, spannend. Dann zeigt das Theater der Altmark Stendal zum einen die Produktion "Hase und Igel" - für Familien mit Kindern ab acht Jahren steht "Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen" nach James Krüss auf dem Programm. "Die Eltern der Kinder, die jetzt im richtigen Alter für das Stück sind, haben bestimmt in ihrer Jugend die Verfilmung mit Tommy Ohrner gesehen, die war damals ja der Hit." Iris Witt lacht.
Die Festival-Macher sprechen aber auch wieder erwachsene Puppentheater-Fans an. Ein bisschen frivol wird es mit "Ursula von Rätin": Die Rattendiva bringt Chansons von Erika Pluhar bis Milva und Dalida zu Gehör und gerät zwischendurch nur allzu gern ins Philosophieren. "Da ist eine ganz spannende Mischung aus Puppentheater und Chansonabend. Die Grenze zwischen den Kunstformen wird aufgehoben", sagt Iris Witt.
Außerdem bringt das Theater con Cuore für Erwachsene "Die furchtlosen Vampirjäger" auf die Bühne. "Das Stück basiert auf Roman Polánskis Film ,Tanz der Vampire', es ist ein offenes Spiel mit ziemlich großen Puppen", berichtet Iris Witt. Sie hofft, mit dem Thema, das zum derzeitigen Vampir-Hype passt, auch Jugendliche ins Sommertheater locken zu können.
Finanziert wird die "figura magica" durch Sponsoren - "viele, die schon seit 2004 zur Stange halten. Aber immer wieder auch Neue, die dafür sorgen, dass wir einzelne Kindergärten oder Kinderheime in Vorstellungen einladen können", so Iris Witt. Im kommenden Jahr feiert das Sommertheater zehnjähriges Bestehen. "Da werden wir uns für die Puppenspiel-Tage natürlich etwas ganz Besonders überlegen", verspricht Iris Witt.