Nicht alle Tipps von Bürgermeister Held treffen den Geschmack seiner jungen französischen Gäste
Löhne. Wie sagt man Freisprechanlage eigentlich auf Französisch? Diese und andere Fragen stellte man sich gestern im großen Sitzungssaal des Rathauses. Dorthin hatte Bürgermeister Heinz-Dieter Held Besuch aus der Ferne eingeladen. 18 Jungen und Mächen aus dem französischen Châlons fühlten dem frischgebackenen Stadtoberhaupt dabei ganz schön auf den Zahn.
Im Rahmen eines Schüleraustausches mit der Städtischen Realschule sind die 13- und 14-Jährigen gestern in Löhne angekommen. Für Heinz-Dieter Held war es der erste Empfang einer ausländischen Schulklasse: "Ich finde Schulpartnerschaften, genauso wie unsere Städtepartnerschaften, sehr wertvoll und werde diese deshalb gerne weiter unterstützen."
Deshalb nahm er sich Zeit, um seinen Gäste Löhne etwas näher zu bringen. Ob die Geschichte, die Geographie oder das Kulturangebot. Held versuchte ihnen Löhne schmackhaft zu machen, mit Erfolg. "Löhne ist eine wirklich schöne Stadt, in der man viel machen kann. Auch die Leute hier sind wirklich nett", findet zum Beispiel die 13-jährige Séverine.
Die Jugendlichen waren neugierig geworden und wollten es jetzt genau wissen. "Und was bietet Löhne den jüngeren Leuten?"
Von Jugendkunstschule bis hin zu Kino und Diskotheken zählte Held Freizeitangebote in Stadt und Umgebung auf. Besonders empfahl er die kulturellen Angebote wie die Aqua Magica, das Heimatmuseum und die verschiedenen Mühlen. Doch besonders bei Séverine und ihrer gleichaltrigen Freundin Cassandra war er dabei auf dem Holzpfad: "Wir gehen am Wochenende mit unseren Gastfamilien in einen Erlebnispark und einkaufen im Werrepark."
Dass es den französischen Schülern und ihren Lehrern Sandrine Kerboulle, Marie France Martin und Bernard Lefére gefällt, dafür haben Hans-Rainer Krahe und Karin Remler von der Städtischen Realschule gesorgt. Mit Ausflügen nach Herford, Detmold und Bremen und dem Besuchen des Kaisercenters ist für Abwechslung gesorgt.
Beim Treffen im Rathaus musste sich Heinz-Dieter Held auch persönlichen Fragen stellen. Doch auch bei Nachfragen zur Parteizugehörigkeit, dem Umweltschutz und seiner Meinung zur französischen Küche hinterließ er einen guten Eindruck. "Der Bürgermeister ist wirklich nett, genauso wie die Lehrer hier. In Frankreich ist es viel strenger, wir würden manchmal gerne mit den deutschen Schülern tauschen." Dazu haben die Jungen und Mädchen in den nächsten sieben Tage ja die Chance.