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30.10.2009
BAD OEYNHAUSEN/LÖHNE
Unfall auf der A 30: Polizei kritisiert Autofahrer, die einfach weiterfuhren
Opfer außer Lebensgefahr
VON JÖRG STUKE

Retter im Einsatz

Bad Oeynhausen/Löhne. Für alle fünf Opfer, die am Mittwoch auf der Autobahn 30 zwischen Bad Oeynhausen und Löhne schwer verletzt wurden, besteht keine akute Lebensgefahr mehr. Das bestätigte gestern Joachim Thater-Klas, Sprecher der Kreispolizei Herford.

Das ist auch eine gute Nachricht für Schüler und Kollegium des Immanuel-Kant-Gymnasiums. Denn der 52-jährige Opelfahrer, der bei dem Unfall schwerste Verletzungen erlitt, ist Lehrer am IKG.

Genauere Erkenntnisse über den Unfallhergang hat die Polizei indes noch nicht. "Es hat sich noch kein Zeuge bei uns gemeldet", bedauert Thater-Klas. Dabei müssen etliche Autofahrer den Frontalzusammenstoß der beiden Personenwagen am Mittwochmorgen auf der A 30 in Höhe der Hahne-Mühlenwerke (wir berichteten) beobachtet haben. Doch lediglich eine Autofahrerin hatte sich um die Verletzten gekümmert und die Polizei alarmiert. Alle anderen Autofahrer waren einfach weitergefahren. "Ein solches Verhalten ist schändlich und sträflich. Das darf einfach nicht sein", sagt Thater-Klas. Zwar habe er auch Verständnis dafür, dass Zeugen angesichts eines so schweren Unfalls selbst unter Schock stünden, sich durch die Situation überfordert fühlten.

Video

"Aber das hat auch etwas mit Zivilcourage zu tun", sagt der Polizeisprecher. "Das Mindeste, was man unternehmen sollte, ist Polizei oder Feuerwehr zu informieren." Zeugen, die einen Unfall einfach ignorieren, könnten sich durch unterlassene Hilfeleistung strafbar machen. Der Polizist rät allen Autofahrern, die Zeugen eines Unfalls werden, zu folgendem Verhalten:

- Rechts ranfahren und Warnblinker einschalten.

- Aussteigen und die Situation beurteilen: Gibt es Verletzte? Sind schon ausreichend Helfer zur Stelle?

Fotostrecke
Klicken Sie auf ein Foto, um die Fotostrecke zu starten (11 Fotos).

- Rettungskräfte alarmieren, am besten direkt die Feuerwehr unter dem Notruf 112.

- Beruhigend auf die Verletzten einwirken.

- Wenn möglich und nötig, erste Hilfe leisten. "Das kann lebensrettend sein. Aber ein Zeuge muss auch nicht den Notarzt ersetzen", so Thater-Klas.

Die Polizei hat die Hoffung auf Zeugenhinweise noch nicht aufgegeben. Wer Angaben zu dem Unfallhergang machen kann, wird gebeten, sich an die Polizei Herford, Tel. (0 52 21) 88 80, zu wenden.

Mehr zum Thema in nw-news.de

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Kommentare
Also ich kann das alles auch nicht verstehen warum man bei sowas nicht anhält & Erstehilfe leistet!!! Oder wenigstens Polizeit & Rettungswagen ruft, denn jeder würde es sich doch wünschen das Ihm auch geholfen wird oder sehe ich das falsch? Ich bin an dem Morgen auch dort langegefahren weil ich nach Bünde zur Berufschule musste! Ich war spät dran & bin wohl kurz bevor der Unfall passierte dort langegefahren .. als ich die Bilder gesehen habe is mir echt komisch geowrorden! Kann die Leute echt nicht verstehen die einfach alle weiter gefahren sind .. Unverantwortlich!!! & es kann sich keiner davon freisprechen!!! Denn sowas kann man nicht übersehen .. Die Leute sollten alle eine echt hohe STRAFE bekommen!!!!!!!!!!

Hallo , wer bei so eine Schweren Unfall nicht anhält und die gebotenen Schritte veranlasst,wie Erste Hilfe leistet,Notruf absetzt dem müsste ein Hohes Bussgeld und gleichzeizig Punkte bekommen in Flensburg.Die Leute die an diesem Schweren Unfall vobei gefahren sind und nicht angehalten haben , müsste die Polizei alle kosekwent bestraffen.Sie sollten sich mal die frage Stellen,wenn Sie das gewesen wären!!!!

Ich kann nicht verstehen, wie man da einfach weiterfahren kann. Diesen Leuten sollte der Führerschein für einen laaangen Zeitraum entzogen werden. Hoffentlich benötigen die auch mal Hilfe von anderen und keiner hält an. Die Strafen sind einfach zu gering.

meiner meinung nach müsste die polizei irgendwie versuchen, alle, die einfach weiter gefahren sind zu ermitteln und anzuzeigen. Jeder der weiter gefahren ist, sollte eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung und fahrlässiger schwerer Körperverletzung bekommen. denn wer weis schon, wieviele minuten nach dem unfall erst der ntruf verständigt wurde?! vielleicht wären die Schäden der Opfer dann nicht ganz so gross. evtl. sollte für solche leute die einfach vorbei fahren auch mal drüber nachgedacht werden, den führerschein einzuziehen. für mich handelt es sich jedenfalls nicht nur um feige sein und weiter fahren, sondern um schwere straftaten, die viel härter bestraft werden sollten. anders lässt sich das problerm leider wohl nie lösen. Mein Mitgefühl an alle Opfer, deren Familien, aber auch Helfern vor Ort!

Ganz ehrlich, ich finde so ein Verhalten zum K...!!! Jeder sollte in so einem Fall mal überlegen, wie es für ihn selbst wäre, wenn er schwer verletzt irgendwo liegt und alle anderen ihn einfach ignorieren. Es gibt doch inzwischen niemanden mehr, der nicht mindestens ein Handy mit sich führt. Und einen Notruf kann man auch ohne Guthaben ausführen. Man muß nur den Mut haben und die Verantwortung übernehmen. Diese ignoranten Autofahrer benehmen sich wie die Äffchen: nix sehen, nix hören, nix sagen und in diesem Fall auch: nix tun!!!



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