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04.11.2009
Die Sonne am Haken
Evangelischer Kindergarten bastelt für seinen Laternenumzug am Mittwoch
VON CAROLIN NIEDER-ENTGELMEIER

Die Mama war fleißig | FOTO: CAROLIN NIEDER-ENTGELMEIER

Löhne. Anastasia schaut ihrer Mutter Svetlana Stepanets kritisch über die Schulter, als die sorgfältig zwei gelbe Tonkartons in die Form einer Sonne schneidet und in der Mitte ein großes Loch mit Transparenzpapier beklebt. "Mama, da muss doch noch Glitzer auf die Sonnenstrahlen", fordert die vierjährige Anastasia. "Meine Laterne soll strahlen, wie eine richtige Sonne", sagt Anastasia, die mit ihrer Mutter und den anderen Kindern des evangelischen Kindergartens Mennighüffen am heutigen Mittwoch ihre strahlende Laterne das erste Mal ausprobieren wird.

"Wir basteln jedes Jahr Laternen mit den Kindern", erklärte Britta Schneider, Leiterin des evangelischen Kindergartens in Mennighüffen. "In diesem Jahr basteln die Eltern für ihre Kinder Dino- und Sonnen-Laternen. Aber oft basteln die Kinder auch allein, dann aber natürlich nicht so komplizierte Laternen", sagte die Löhnerin. "Die Ideensuche ist nicht immer leicht, weil wir schon einige Techniken ausgeschöpft haben."

Helfen können die Kinder aber trotzdem. Finn-Leon schaute seiner Mutter Tanja Stuke über die Schulter und gab ihr Tipps beim Schneiden und Kleben. "Ich kann das selber, aber meine Mama kann das besser als ich", erklärte der dreijährige Löhner, der sich in diesem Jahr auf einen leuchtenden Dino freut. "Die Dinos sehen aus wie Drachen, obwohl sie so ein freundliches Gesicht haben", entdeckte Finn-Leon beim genaueren Hinschauen. Auch Anastasia hatte genaue Vorstellungen von ihrer Laterne, überließ das Schneiden und Kleben aber ihrer Mutter. "Meine Mama macht das toll. Letztes Jahr hat sie mir einen Mond gebastelt", sagte Anastasia.

"Wir haben alle 61 Kinder und ihre Eltern eingeladen", sagte Britta Schneider. "Weil wir so viele sind, teilen wir uns in drei Gruppen auf. Sonst wird der Umzug einfach viel zu lang."

Die Kindergartenkinder aus Mennighüffen sind zwischen zwei und sechs Jahre alt. "Die Kinder sind alle sehr aufgeregt. Sie freuen sich darauf, mit ihren Laternen durch die Dunkelheit zu gehen und anschließend heißen Kakao zu trinken", sagte Britta Schneider. "Der Laternenumzug ist eine wunderbare Tradition. Uns, den Kindern und ihren Eltern macht es Spaß einen gemütlichen Abend gemeinsam zu verbringen." Wenn die Textzeilen "Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir" und "Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne" sitzen und die Laternen fertig sind, kann es losgehen.

Nächste Woche können die jungen Mennighüffer ihre Sonnen und Dino Laternen dann beim Martinssingen nutzen und Süßigkeiten einfordern.


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