A30 war am 29. Oktober mehrere Stunden gesperrt
Löhne. Die Ursache für den schweren Unfall auf der Kanalstraße/Autobahn A30 im Grenzgebiet zwischen Löhne und Bad Oeynhausen am 29. Oktober steht fest. Nach Angaben von Polizeisprecher Rainer Koch hat ein Cappuccinobecher zu dem Unfall geführt.
Ein 20-jähriger Auszubildender hatte mit seinem Seat den Unfall verursacht. Er war in den Gegenverkehr geraten und mit einem Opel Signum kollidiert. Dieser wurde von einem 52-jährigen Lehrer des Immanuel-Kant-Gymnasiums gefahren. "Wir haben ermittelt, dass der Seatfahrer, der den Unfall verursacht hat, durch einen Becher mit Cappuccino abgelenkt wurde." Es sei nicht abschließend zu klären, ob sich der Fahrer an dem Getränk verbrüht habe und infolge des Schreckens von seiner Fahrspur in den Gegenverkehr geraten sei. "Wahrscheinlicher ist, dass er abgelenkt war, als er den Becher während der Fahrt abstellen wollte", so Koch. Bei einer solchen Unachtsamkeit reichten schon bei mittlerer Geschwindigkeit wenige Meter, um stark von der Strecke abzukommen. Der Fahrer wird sich jetzt nach Einschätzung von Koch wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten müssen. "Aber das muss die Staatsanwaltschaft abschließend entscheiden."
Bei dem schweren Unfall waren fünf Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Die Kanalstraße musste mehrere Stunden gesperrt werden und für den Transport von zwei Verletzten waren zwei Rettungshubschrauber im Einsatz. Koch äußerte sich im Gespräch mit der NW grundsätzlich zum Thema Ablenkung. "Dass das Telefonieren mit dem Handy gefährlich sein kann, ist den meisten Menschen bekannt." Allerdings lauern beim Autofahren weitere "Aufmerksamkeitsteiler". Dazu gehören Essen und Trinken ebenso wie eine Unterhaltung oder ein Hörbuch, dem man konzentriert lauscht. Koch: "Es ist immer sinnvoller, sich ausschließlich auf das Fahren zu konzentrieren."