Weihnachtskonzert der Musikschule in der Matthäuskirche mit einem abwechslungreichen Programm
Löhne (caro). "So humorvoll kann Weihnachten sein", sagt Musikschulleiter Gerhard Sowa, als er das Gitarren-Weihnachtsorchester von Andreas Scheinhütte mit dem Stück "Morgen kommt der Weihnachtsmann" ankündigt. Besonders humorvoll ist dieser Weihnachtsklassiker eigentlich nicht, es sei denn, Andreas Scheinhütte arrangiert es für seine Schüler neu. Wie die humorvolle Version des Weihnachtsklassikers klingt, erlebte das Publikum jetzt beim Weihnachtskonzert der Musikschule.
"Keine Angst, ich ersetze heute nicht den Pastor", begrüßte Musikschulleiter Gerhard Sowa die Zuschauer in der Matthäus-Kirche. "Wie gewohnt beenden wir unser Schuljahr musikalisch. In diesem Jahr sind wir zum ersten Mal in der Kirchengemeinde Mahnen", sagte Sowa.
Zuschauerin Cornelia Hemeier freut sich jedes Jahr auf das Weihnachtskonzert: "Meine Kinder sind schon lange dabei und ich finde es toll, dass die Tradition fortgeführt wird. Weihnachten ohne Musik, das kann ich mir nicht vorstellen."
Wenn sich die Musikschulfamilie zum Jahresabschluss trifft, sind einige Musiker immer ganz besonders gespannt. "Viele spielen heute zum ersten Mal vor so einem großen Publikum", sagte Sowa. "Genau diese Mischung haben wir uns gewünscht. Anfänger, aber auch erfahrene Musiker auf einer Bühne." Gerhard Sowa und die Fachleiter der Musikschule haben das Programm für das Weihnachtskonzert erstellt. "Wir haben weltliche Musik mit klassischen Weihnachtsliedern gemischt und damit ein buntes Programm geschaffen", sagte Sowa.
Eng wurde es aber nicht nur in den Zuschauerreihen. Insgesamt 120 Musikschüler spielten im Altarbereich und auf der Empore. Neben dem Gitarren-Weihnachtsorchester spielten das Jugendblasorchester unter der Leitung von Christian Tiedemann, das Streichervororchester von Cornelia Klee und das Akkordeonorchester der Musikschulen Löhne und Bad Oeynhausen unter der Leitung von Petra Bornemann.
Außerdem zeigte das Klarinettenquartett von Joanna Zajonz, das Querflötenensemble von Regine Witt, das Posaunenquartett von Shawn Grocott und das Violinenensemble unter der Leitung des stellvertretenden Musikschulleiters Bernhard Margenberg ihr Können. Mit der Unterstützung von einigen Gymnasiasten spielten die Bläser "Brass Buzz" unter der Leitung von Andreas Büscher.
Hochkonzentriert brachten die Schüler die Saiten, Tasten und Klangkörper ihrer Instrumente zum klingen. Nervosität konnte man auch bei den jüngsten Musikern nicht erkennen. "Wir üben seit ein paar Wochen unser Stück ein, deshalb bin ich nicht besonders aufgeregt", sagte Anna Sauerland, die seit vier Jahren Gitarre spielt und schon einige Konzerte hinter sich hat. "Außerdem sind wir so viele auf der Bühne, dass wir gar kein Lampenfieber haben müssen", ergänzte Yvonne Sawatzki.