Löhne. Drei Feiertage hintereinander, eigentlich perfekt um endlich mal wieder richtig zu entspannen. Das besinnliche Weihnachtsfest zu Hause in trauter Runde kann aber schnell stressig werden und das geplante Feiertagsprogramm bringt einen ins Schwitzen, statt zu entspannen. So geht es auch Gabriele Luft, nach zwei stressigen Feiertagen schwitzt die Bad Oeynhausenerin lieber in der Sauna, als zu Hause neben dem Weihnachtsbaum.
"Der Stress an Weihnachten reicht mir nach zwei Tagen. Ich mag diese Hektik nicht, es ist doch immer das Gleiche", sagt Gabriele Luft. "Ich freue mich jedes Jahr auf den zweiten Weihnachtsfeiertag, denn den verbringe ich immer in der Sauna." Das konnte die Bad Oeynhausenerin auch in diesem Jahr, denn das "Kaiser Center" nahm am zweiten Weihnachtsfeiertag wieder den Betrieb auf und öffnete ihre Saunalandschaft und die Sportplätze, um den Besuchern eine Alternative zum üblichen Feiertagsprogramm anzubieten.
"In der Sauna und im Sportbereich ist es an Feiertagen genauso voll, wie an normalen Tagen", sagt Saunabetreuerin Nina Putzer, die seit fünf Jahren im "Kaiser Center" arbeitet. "Für mich ist das Arbeiten an Feiertagen mittlerweile zur Gewohnheit geworden."
Mit ihrer Kollegin Stefanie Woltersdorf brachte Nina Putzer die Saunagäste Samstag mit verschiedenen Aufgüssen ins Schwitzen. "Der Banja-Aufguss ist besonders beliebt", erklärt Nina Putzer. "Banja ist ein russischer Aufguss mit Birkenzweigen. Nach drei Aufgüssen gibt es eine Pause, die Gäste schnappen frische Luft, trinken etwas und dann geht es mit zwei Aufgüssen weiter", erklärt die Saunabetreuerin. "Dann werden die Gäste mit den Zweigen auf den Schulterblättern abgeklopft. Das brauchen unsere Gäste einfach einmal pro Woche", sagt Nina Putzer lachend.
Die Stimmung in der Banjasauna ist ausgelassen. Geschwitzt wird aufgrund der 85 Grad heißen Luft und der hohen Luftfeuchtigkeit, nicht wegen anstrengender Verwandtschaft oder Hektik in der Küche, weil die Gans zu knusprig geworden ist.
Gabriele Luft genießt diese Atmosphäre seit 20 Jahren in der Saunalandschaft im "Kaiser Center". "Mir gefällt es hier einfach. Die Aufgüsse sind klasse, die Mädels machen einen tollen Job und man lernt viele lustige Menschen kennen. Mehr brauche ich nicht, um den ganzen Tag in der Sauna zu entspannen", erklärt Gabriele Luft, die den Weihnachtsstress am Samstag zu Hause ließ. "Unsere Sauna ist nicht so groß und die Stimmung ist sehr familiär. Man kennt sich untereinander, weil wir viele Stammgäste haben", sagt Stefanie Woltersdorf.
Weniger familiär, aber genauso schweißtreibend ist es am zweiten Weihnachtstag auch auf den Tennis-, Badminton- und Squashplätzen und auf den Indoor-Soccer Feldern im "Kaiser Center". Die Bälle fliegen durch die Luft und die Turnschuhe quietschen auf dem Hallenboden. "Wir treffen uns regelmäßig zum Badminton spielen", erklärt Ingo Rolf. "An Feiertagen haben wir einfach am meisten Zeit für Sport", ergänzt Badmintongegner Andreas Menkhoff. "Deshalb finde ich es gut, wenn auch über Weihnachten geöffnet ist. Zwei Tage feiern reicht mir, nach dem vielen guten Essen ist etwas Sport einfach dringend nötig."