Löhne (nw). Lehrer gehen in den Ruhestand. Das gehört zum Leben an einer Schule. Doch selten ist wohl die Betroffenheit so groß wie jetzt an der Hauptschule. Einer, wie Kollegen und Schüler sagen, der engagiersten Pädagogen hört auf: Wolf Schneider.
Die Abschiedsfeier im Kollegium an Schneiders letztem Schultag war dann doch angemessen fröhlich. Wie viel Spaß Wolf Schneider selbst hatte, erlebten die Gäste nach den ersten Klängen einer improvisierten irischen "Folkband": Der Geehrte griff selbst zur Gitarre und sang spontan mit.
Schneider war 1976 als Lehramtsanwärter für Deutsch und Wirtschaftslehre an die Schule gekommen. "Verantwortungsbewusst und innovativ hat der Pädagoge über drei Jahrzehnte lang hier gewirkt", teilt die Schule mit. Er war Fachkonferenzvorsitzender, Autor schulinterner Lehrpläne, legte als Lehrerratsmitglied den Finger in offene Wunden und bestimmte als Steuergruppenmitglied den Kurs der Schule mit. Als besondere Aufgabe betrachtete der Experte für Computer die Verbindung des schulischen Förderunterrichts mit den neuen Medien.
Davon, wie Schneider seine Schüler zu Leistungen motivierte, zeugen Urkunden und Auszeichnungen. So wurden seine Klassen mehrfach Sieger bei Börsenspielen, die Stufe 8 gehörte 2007/2008 bei Lernstandserhebungen zu den NRW-Preisträgern. 2009 begleitete Schneider eine Schülerin sogar zur Bestenehrung des Ministerpräsidenten. "Ich habe großes Glück gehabt mit Kollegium und Schulleitung, die mir meine Freiräume ließen", so der Lehrer.