Löhne. Die Technik in der Kommunikationsbranche entwickelt sich so rasant wie wohl keine andere. Und mit ihr die jeweiligen Märkte. Produkte, die heute noch großen Gewinn bringen, sind morgen schon umsonst für jeden zu haben. Weil das so ist, müssen Firmen wie die Bury GmbH und Co. KG den Trends immer einen Schritt voraus sein. Auf der Cebit in den nächsten Woche präsentieren die Löhner ihre neuen Entwicklungen.
Bislang waren die Hauptsäulen des Unternehmens Freisprecheinrichtungen und Navigationssysteme. Doch von letzteren hat sich Bury bereits verabschiedet: "Der Markt ist übersättigt, viele Angebote gibt es inzwischen frei, der Preisverfall ist deutlich zu spüren", sagt Vertriebsdirektor Dominique Redon. Das klassische Navigationssystem sei ein Auslaufmodell. Doch Bury hat nicht gewartet, bis es so weit war, sondern hat frühzeitig die Weichen gestellt und ist zu neuen Ufern aufgebrochen.
Elektronische Fahrtenbücher
Gleich drei Varianten dieses aktuellen Trends präsentiert Bury nach einem Jahr Entwicklungszeit auf der Cebit. Das CL1010 Time ist die minimale Variante eines reinen Fahrtenbuchs. Das CC 9060 Time ist die Kombination aus Fahrtenbuch und Freisprecheinrichtung (FSE). "Damit wollen wir an den Erfolg des CC 9060 anknüpfen", sagt Marketingleiter Björn-Erik Falkenau. Diese Luxusvariante unter Burys FSE ist weltweit schon mehr als 200.000 mal verkauft worden. Auch den Klassiker, die Uni Car Talk mit rund 1 Million verkauften Geräten, gibt es jetzt ebenso mit integriertem Fahrtenbuch.
"Elektronische Fahrtenbücher sind für den Nutzer wesentlich einfacher und genauer zu führen", sagt Björn-Erik Falkenau. Über GPS-Signale würden Distanz, Ort und andere Details erfasst. Man müsse nur noch einstellen, ob es sich um eine private oder dienstliche Fahrt oder den Arbeitsweg handle. "Nach ein, zwei Monaten werden die Daten auf einen PC übertragen und ausgedruckt." Die Geräte entsprächen den Richtlinien der Finanzämter.
Die elektronischen Fahrtenbücher machten es auch einfacher, die volle steuerliche Absetzbarkeit von Fahrtkosten in Anspruch zu nehmen. Zusatzausstattungen sind etwa die Anzeige von Tempolimits und von festinstallierten Radaranlagen.
Musikalische Freisprecher
Mit der CC 9060 Music will Bury den Nutzern der iPhones und des iPod mehr Komfort im Auto bieten. "Die Freisprecheinrichtung macht es möglich, die Musik vom Handy ohne Hörverlust auf dem Autoradio wiederzugeben", sagt PR-Manager Sebastian Meißler. Bislang seien die meisten Hersteller am Qualitätsverlust durch die Übertragung gescheitert. "Hier setzen wir darauf, dass das iPhone mit einem Kabel angeschlossen ist und dass wir einen integrierten Vier-Kanal-Verstärker haben."
Wie mittlerweile bei fast allen Bury-Geräten üblich, lässt sich das CC 9060 Music via Sprachsteuerung und somit nahezu ablenkungsfrei bedienen. Die kommt nach Unternehmensangaben sogar ohne vorheriges Sprachtraining auf den jeweiligen Nutzer aus. "Wir wollen eine Spracherkennung verwirklichen, die alles bisher Dagewesene übertrifft," hat sich Firmengründer Henryk Bury zum Ziel gesetzt.
FSE im Kleinformat
Mit dem CC 9060 Smart hat Bury eine Minimalvariante einer Freisprecheinrichtung auf den Markt gebracht. "Ein kleines, einfach zu bedienendes Gerät mit allen Funktionen der Luxusausführung", so Meißler. Auch hier komme die genaue Spracherkennung zum Einsatz.