Die Lackiererei Mohrmann wird 25 Jahre alt / Erlöse aus zahlreichen Veranstaltungen für Femina Vita
Löhne. So richtig grübeln, was er mit seinem Leben anfangen würde, musste Jürgen Mohrmann nie. Mit 27 Jahren hat er sich als Autolackierer selbstständig gemacht. "Das war so was von klar. Das ging überhaupt nicht anders." Seine Entscheidung hat er nie bereut. In diesem Jahr feiert das Unternehmen das 25-jährige Bestehen.
Kurz nachdem er die Meisterprüfung bestanden hatte, eröffnete er als Autolackierer an der Werster Straße seine Firma. Dort hat das Unternehmen auch heute noch seinen Sitz. Mit dabei war von Anfang an nicht nur seine Frau Gabriele Mohrmann.
"Unser erster Angestellter Joseph Langer ist so lange bei uns, wie es die Firma gibt." Das Geschäft lief schon in den ersten Monaten so gut, dass ein Jahr später Ulrich Wilbert eingestellt wurde. Er ist wie Langer dem Unternehmen seit der Einstellung treu geblieben. Teil des Teams ist seit einigen Jahren auch Florian Danowski.
Das Unternehmen hat zwei Standbeine. Größter Umsatzbringer ist nach wie vor die klassische Autolackierung. Üblich ist die Lackierung eines Autoteiles, das nach einem Unfall ausgetauscht wurde.
Früher wurden die Wagen in der Regel von umliegenden Werkstätten zum Lackieren gebracht. "Seit einigenJahren bieten wir aber schon die Gesamtabwicklung von Unfallschäden an. Das macht uns unabhängig von der Zuweisung durch die Werkstätten", sagt Jürgen Mohrmann.
Zwei Entwicklungen haben die Mohrmanns in den letzten Jahren beobachtet. "Wir haben im Winter weniger zu tun, weil es auch bei Schnee und Eis wegen der besseren Sicherheitstechnik in den Autos weniger Blechschäden gibt", sagt Jürgen Mohrmann. Gabriele Mohrmann ergänzt: "Die Leute stecken aber mehr Geld in ihre Autos, um sie länger zu fahren. Davon profitieren auch wir. Das zweite Standbein ist die Möbellackierung für Unternehmen wie Balda Medical oder Keuco.
Im Jubiläumsjahr beteiligt sich das Unternehmen an zahlreichen Veranstaltungen in Mennighüffen. Das ist nicht ungewöhnlich. Besonders ist, dass die Erlöse die die Mohrmanns mit ihren Ständen erwirtschaften, an die Mädchen- und Frauenhilfsorganisation Femina Vita fließen.
Am Sonntag geht es los. An diesem Tag bieten die Mohrmanns in Mennighüffen zum verkaufsoffenen Sonntag vor der Apotheke Bratwurst an. "Das wird ’ne tolle Bude. Die Leute werden überrascht sein", kündigt Jürgen Mohrmann an. "Für die Kinder werden wir eine Wurfbude aufbauen", ergänzt Gabriele Mohrmann.
Die Mohrmanns betrachten den Sonntag als Generalprobe für das Highlight im Mennighüffer Veranstaltungskalender: Den Mennighüffener Sommer am 20. Juni. Das Programm lockt jedes Jahr tausende Besucher nach Mennighüffen. Die Mohrmanns werden dort nicht nur mit einer Bratwurstbude vertreten sein, sondern auch ein 25-Stunden Radrennen organisieren. Die Teilnehmer werden allerdings nicht durch Mennighüffen radeln. Die Räder stehen fest auf Rollen.
Weitere Veranstaltungen sind ein Tag der offenen Tür am 24. Oktober und die Beteiligung am Adventsmarkt am 28. November. Das Ziel der Mohrmanns auf allen Veranstaltungen ist klar. "Wir wollen möglichst viel Geld für Femina Vita sammeln."
Der Verein freut sich natürlich über die Unterstützung. "Das war für uns eine sehr schöne Überraschung", sagt Silke Steinkamp von Femina Vita. Es komme nicht allzu häufig vor, dass Unternehmen die Erlöse verschiedener Veranstaltungen an den Verein spenden. Über die Arbeit von Femina Vita wird am Sonntag mit Flyern informiert. "Am 20. Juni werden wir selber mit einem Stand vertreten sein", sagt Silke Steinkamp.
Die Mohrmanns erhoffen sich mehrere tausend Euro am Jahresende für Femina Vita. "Wir verkaufen natürlich nicht nur Wurst. Da stehen auch genug Sparschweine, in denen viel Platz ist", sagt Jürgen Mohrmann.