Löhne (indi/trau). Die Serie der Insolvenzen in Löhne hält an. Am Montag stellte das Autohaus Löhne Insolvenzantrag. Ebenso betroffen von der Zahlungsunfähigkeit ist das Autohaus Bünde.
Nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall sind in Löhne und Bünde insgesamt 86 Arbeitsplätze in Gefahr.
"Der Betriebsrat in Löhne hat am Montag davon erfahren, dass das Unternehmen noch am selben Tag einen vorläufigen Insolvenzantrag stellen wird", berichtete Siegfried Thüte von der IG Metall.
Vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Lübbecker Rechtsanwalt Stefan Meyer. Er betreut auch die Insolvenzverfahren von MAG Metz, Corsmann und Georg von Opel. Dies sind alles Tochtergesellschaften der MAG Metz-Gruppe, die im Februar dieses Jahres Insolvenzanträge gestellt hatten.
In dieses Umfeld gehören auch die jetzt betroffenen Autohäuser in Löhne und Bünde. In ihnen ist Frank Terbeck als Geschäftsführer eingetragen. Er ist auch einer der Geschäftsführer der gesamten Gruppe.
Von der Geldnot der MAG Metz-Gruppe war im Februar auch die Opel-Corsmann-Filiale in der Löhner Straße betroffen. Die Autohäuser Löhne und Bünde schienen zunächst nicht angeschlagen zu sein. "Aber wir haben schon befürchtet, dass sie auch noch in Schieflage geraten", so Siegfried Thüte. Offen ist, wie es nun weitergeht. "Vorerst arbeiten die Beschäftigten ganz normal ", so Thüte. Er gehe davon aus, dass Insolvenzverwalter Meyer "ein großes Interesse daran hat, beide Betriebe am Laufen zu halten, so wie er das auch bei den Corsmann-Häusern tut".
Neben den Autohäusern Löhne und Bünde ist in dieser Woche bei weiteren Ablegern der MAG Metz-Gruppe die Notbremse gezogen worden. Dies sind MP Automobile aus Stadthagen (mit Filiale in Bünde) und MAG Bonte in Braunschweig. Dort arbeiten insgesamt weitere 160 Menschen.
Eine für gestern Abend angekündigte Pressemitteilung des vorläufigen Insolvenzverwalters lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor.