Durch zwei Überflutungen liegen die Bauarbeiten um acht Wochen im Zeitplan zurück
Löhne. Stetig geht der Pegel der Werre seit einigen Tagen zurück. Für die Baustelle im Fluss am Wehr unterhalb der Schützenbrücke ist das Wasser allerdings immer noch zu hoch. Erst in der kommenden Woche kann mit dem erneuten Abpumpen des gefluteten Baufeldes begonnen werden.
Joachim Gesch, Geschäftsführer des Werre-Wasserverbandes, hat sich am Mittwoch mit den Fachleuten der Baufirma an der Baustelle ein Bild der Lage gemacht. "So wie es bisher aussieht, wurde nichts von dem beschädigt, was verbaut wurde. Allerdings hat der Verbau gelitten."
Unter Verbau versteht Gesch die Mauer, die aus Stahlwänden und mit Sand gefüllten großen Säcken besteht und das Baufeld vom Fluss trennt. "Der Verbau ist zum Teil bis zur Sohle beschädigt. Das wird ziemlich aufwendig, den wieder instand zu setzen", sagt Gesch. Er geht nicht mehr davon aus, dass die Baustelle in diesem Jahr noch fertig wird. Dazu wäre bis November ein außergewöhnlich trockener Herbst erforderlich.
Zweimal wurde die Baustelle geflutet. Dadurch liegen die Bauarbeitern nach Schätzung von Gesch mindestens vier Wochen hinter dem Zeitplan. "Ich habe der Baufirma gesagt, dass die sich schon mal darüber Gedanken machen soll, wie sie die Baustelle winterfest macht." Frustrierend sei, dass noch etwa drei Tage gefehlt hätten, bis die Baustelle auf der einen Flussseite fertig gewesen sei.
Auch der Kostenraumen kann durch das Pech mit dem Wetter nicht eingehalten werden. "Der Mehraufwand liegt bei über 100.000 Euro." Gesch betont, dass das Bauunternehmen für die aktuellen Probleme an der Baustelle nicht verantwortlich ist. "Zu vertretbaren Kosten hätten die das Baufeld gar nicht so absichern können, wie es nötig gewesen wäre."