Dauer der Ausbauarbeiten und Müllabfuhr sorgen an der Spittaler Straße weiter für Ärger
Löhne. Seit Ende September wird die Spittaler Straße ausgebaut. "Wir freuen uns, dass sich endlich etwas tut", sagt Anwohner Miroslaw Baran. Doch die Dauer der Arbeiten und die Probleme mit der Müllabfuhr sorgen in der Nachbarschaft weiter für Ärger (wir berichteten).
"Bei uns im Wohnblock trennen einige Mieter ihren Müll nicht", sagt Wohnblock-Mieter Baran. Das sei ein Problem, aber nicht die Hauptursache für die überfüllten Mülltonnen. "Ich möchte richtig stellen, dass wegen der Ausbauarbeiten wochenlang kein Müll abgeholt wurde." Da helfe auch die Mülltrennung nicht viel, wenn die Tonnen überfüllt seien.
"Dabei haben wir Mieter die kleinen Tonnen an die nächste Hauptstraße gebracht", so Baran. Doch das sei mit den großen Müllcontainern nicht möglich gewesen. "Wegen der Bauarbeiten gab es keinen Platz, um die Rollcontainer an die Hauptstraße zu schieben." Bei solchen Problemen rät der städtische Bauleiter Manfred Heßler, die Bauarbeiter um Hilfe zu bitten. "Es ist selbstverständlich, dass dann geholfen wird."
Ratten an den Müllplätzen
Doch die Container seien wochenlang stehen geblieben und das hatte Konsequenzen, so Baran. Ratten an den Müllplätzen und erhöhte Nebenkosten für alle Wohnblock-Mieter, weil der Eigentümer, die Gesellschaft für Wohnungsbau, Stadt- und Dorferneuerung "B&S", Sonderabfuhren durch den Entsorger "Schulten + Sohn" organisierte.
Betroffen ist auch Richard Fischer. "Auch unsere Mülltonnen wurden zwischenzeitlich nicht abgeholt." Deshalb solle man die Schuld der überfüllten Müllplätze nicht den Wohnblock-Mietern in die Schuhe schieben, sagt er.
Das sieht Entsorger Dominik Meier von der Firma "Schulten + Sohn" anders. "Ich konnte die Tonnen nicht abholen, weil sie nicht an der Hauptstraße standen. Als ich wieder in die Straße fahren konnte, waren die Tonnen zu überfüllt zum Abladen." Zudem wurde Meier beim Abholen von Ratten begrüßt. "Auch ich habe meine Grenzen und das ist nicht zumutbar."
Baustelle steht seit Wochen still
Verärgert zeigt sich Anwohner Fischer auch über die Verzögerungen der Ausbauarbeiten. Seit einigen Wochen steht die Baustelle an der Spittaler Straße still. Maschinen und Materialien stehen herum, denn die letzte Asphaltschicht fehlt noch. "Wir werden immer wieder mit der Ausrede vertröstet, dass das Wetter nicht mitspielt. Das kann doch gar nicht sein", moniert Fischer. Zudem sei die Aussage der Stadt falsch, dass der Bebauungsplan der Spittaler Straße 15 Jahre alt sei. "Da waren die Wohnblocks doch schon längst bewohnt."
Die Begründungen verärgern auch Wiebke Vogt. Die Löhnerin nutzt zwei Mal täglich die Spittaler Straße, um ihren Sohn zum Kindergarten zu bringen und wieder abzuholen. Das sei so gut wie immer mit Problemen verbunden. "Ich bin von der Stadt und vom Kindergarten enttäuscht, weil es keine Ausweichparkplätze gab und man zwischenzeitlich über warmen Asphalt laufen musste", erklärt Vogt. "Das Winterwetter im vergangenen Jahr war doch hervorragend. Wo liegt das Problem?"
Warten auf's passende Wetter
Doch genau da liege das Problem, erklärt der Bauleiter Manfred Heßler. "Um asphaltieren zu können, muss das Wetter beständig trocken und nicht zu kalt sein." Wenn es regnet, "dann laufen die Baugruben voll und es kann nicht gearbeitet werden", erklärt Heßler.
So kam es zu der 14-tägigen Verzögerung vor Weihnachten und einigen weiteren Tagen im neuen Jahr. Weiter soll es frühestens am Mittwoch gehen. "Wenn das Wetter beständig trocken bleibt, können die Pflaster- und Asphaltierarbeiten in drei Wochen beendet werden."
Ich stimme ihnen in ihren ersten beiden Punkten zu, jedoch in ihrem letzen nicht. Bei Nässe und kalten Temperaturen ist der Einbau von Asphalt keine gute Idee da die vorhandene und die neue Schicht sich durch den Bitumen nicht verbinden. Wird diese Deckschicht so eingebaut garantiere ich ihnen das im nächsten Winter durch Wassereinbruch zwischen der Schichten in Verbindung mit Frost Schlaglöcher entstehen. Das "andere" Firmen bei Regenwetter asphaltieren heisst nicht das es richtig ist. Vergleichbar wäre es ein Stück Tesa auf eine nasse Glasscheibe zu kleben, das hält auch nicht.
MfG