Löhne (indi). Das Verkaufsangebot der Eon-Anteile an die Kommunen in OWL war auch Thema der jüngsten Ratssitzung in Löhne.
"Diese Offerte hat uns sehr überrascht und ist offenbar darauf zurückzuführen, dass es Bestrebungen der Kommunen gibt, das kommunale Stromnetz zu erwerben", so Bürgermeister Heinz-Dieter Held in der Sitzung am Mittwochabend.
Es sei allerdings noch viel zu früh, über dieses Angebot zu diskutieren. "Wir kennen weder den Kaufpreis noch die Bedingungen."
Vorsichtig optimistisch zeigten sich die Ratspolitiker. "Diesen Weg sollten wir uns offen halten, er könnte auch für Löhne eine Chance bedeuten", sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Tim Ostermann.
"Wir müssen intensiv über die Vor- und Nachteile diskutieren. Eon wird uns ja kein Geschenk machen. Wir müssten uns für den Kauf von Anteilen zusätzlich verschulden. Das sollten man sehr vorsichtig betrachten", ergänzte Dr. Hermann Ottensmeier, LBA-Fraktionschef.
Das sieht auch Wolfgang Böhm so, der die SPD-Fraktion führt. "Der Rat sollte da mit großer Gelassenheit rangehen. Dieses Verkaufsangebot ist einfach so in die Welt gesetzt worden, ohne dass es konkrete Informationen gibt."
Ulrich Adler, Fraktionschef der Linken, begrüßt die mögliche Rekommunalisierung. "Jetzt wird deutlich, dass es damals ein Fehler war, die EMR-Anteile zu verkaufen." Dass es bereits eine Arbeitsgruppe zum Thema Rekommunalisierung der Stromnetze mit Vertretern aus den Städten Löhne, Bad Oeynhausen und Vlotho gebe, könne ein Vorteil sein. "Da sind wir anderen Städten voraus." Politik











