Löhne. Ein eisiger Hauch zieht durch die Werrestadt. Der plötzliche Wintereinbruch hat viele Löhner kalt erwischt. Doch auch wenn die Temperaturen noch weiter fallen – die NW gibt Tipps wie man in Löhne am besten durch den Winter kommt und sein Haus, sein Auto und sein Haustier schützen kann.
Wenn die Sonne am blauen Himmel strahlt, denkt man nicht an eisigen Wind und Temperaturen im zweistelligen Minusbereich. "Deshalb sollte man bei jedem Gang nach draußen eine Mütze tragen", rät Physiotherapeut Stephen Walton. Denn über den Kopf verliere man die meiste Wärme.
Doch auch den restlichen Körper solle man gut einpacken. "Bei Spaziergängen gehören Winterschuhe, eine dicke Jacke, Handschuhe und Mütze zur Ausstattung." Wer Sport treibt, müsse sich besser vorbereiten.
"Walker und Radfahrer sollten Funktionsunterwäsche tragen und alle Muskeln warm halten", erklärt Walton. Allerdings dürfe man sich dabei auch nicht zu dick anziehen, "dann schwitzt man zu schnell".
Wer regelmäßig joggt, könne das weiterhin tun, allerdings in Maßen. Für alle untrainierten Löhner gilt, "lieber abwarten, bis es wieder wärmer wird". Durch das schnelle Atmen beim Laufen könne der Körper die kalte Luft beim Einatmen nicht schnell genug aufwärmen. "So kommt es zu einer Überanstrengung des Körpers."
Zur Stärkung des Immunsystems empfiehlt Walton Saunabesuche. "Das schützt vor Erkältungen." Zudem lockere die Wärme verspannte Muskeln. "Im Winter verkrampfen sich viele Menschen, wenn sie aus Reflex ihre Schultern hochziehen."
Auch die Haut darf man nicht vernachlässigen, weiß Apothekerin Annegret Behncke. "Im Winter muss man die Haut mit einer fetthaltigen Creme, am besten mit einer Kältecreme, schützen." Pflege man sich nicht, platzen Äderchen und das führt zu unschöner Haut.
Wer gut auf sich selbst achtet, darf dabei nicht seine Haustiere vergessen. "Kaninchen und andere kleine Haustiere, die draußen im Stall leben, sollten ins Haus geholt werden", erklärt Tierarzt Rüdiger Hesemann. Katzen kommen mit dem kalten Wetter besser zurecht. Doch auch freilaufende Katzen benötigen einen Unterschlupf. "Ist das nicht der Fall, sollte man Katzen lieber mit ins Warme nehmen."
Auch Hunden müsse man mehr Aufmerksamkeit widmen, rät Hesemann. Problematisch seien Spaziergänge an der Leine. "Hunde müssen sich ihrer Rasse und ihrem Fell entsprechend bewegen können, um sich aufzuwärmen." Doch das sei aufgrund der Anleinpflicht nicht überall möglich.
Deshalb rät Hesemann zu Mänteln für kleine Hunde und solche mit kurzem Fell. "Tagsüber, wenn die Sonne scheint, haben Hunde keine Probleme, aber abends frieren sie."
Auch das Haus sollte bedacht werden. Rohrbrüche sind häufig Folge eingefrorener Rohre. Damit es nicht dazu kommt, "sollte man alle Räume im Haus gut heizen und Kellerfenster und Lüftungsschächte komplett schließen", rät Versorgungstechniker Jörg Fräger. Doch auch wenn das Rohr nicht platzt, "beim Einfrieren tragen die Leitungen in jedem Fall Schäden davon". Dazu gehören neben Wasserleitungen auch Heizungsrohre. Schuld daran sei der eisige Wind. Wenn Rohre einfrieren und man weiß an welcher Stelle, rät Fräger zu Heizlüftern. "Im Zweifel den Fachmann rufen, bevor es schlimmer wird."
Während es im Haus kuschelig warm ist, steht das Auto ungeschützt im Freien. "Im Kühlsystem und in der Waschanlage muss Frostschutz enthalten sein", erklärt Kfz-Meister Jens Kleinedöpke. Die Batterie solle man von einem Fachmann überprüfen lassen, denn bei klirrender Kälte sinke die Leistung der Batterie. Um nach einem Besuch in der Waschanlage die Türen wieder öffnen zu können, helfen Sprays für die Türdichtungen. "Bei zugefrorenen Schlössern sollte man Enteisermittel nutzen", so Kleinedöpke.