Löhne. Christophe, Kai, Sven, Jens, Aron, David, André und Clive ziehen sich Handschuhe über ihre rechten Hände, malen sie mit roter Farbe an und drücken sie auf ein Plakat. Mit einem kleinen Händeabdruck geben die Jugendlichen des CVJM Gohfeld eine große Botschaft ab. "Wir engagieren uns gegen den Einsatz von Kindersoldaten."
Ihr Engagement machen sie auf kleinen Plakaten mit ihren roten Händen sichtbar, denn am Sonntag findet der internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten statt - der "Red Hand Day".
Seit der UN-Kinderrechtskonvention aus dem Jahr 2002 findet der "Red Hand Day" jährlich am 12. Februar statt und soll Hilfsorganisationen, Länder und Völker weltweit zusammen führen, wenn Hunderttausende Menschen ihre roten Hände auf Plakaten an Politiker übergeben, damit Kindersoldaten eine Stimme bekommen.
"So kann es nicht weitergehen"
"Genau das wollen wir auch tun", erklärt Inge Hofemann, Pressesprecherin des CVJM Gohfeld. "Unsere roten Hände verzieren wir jeweils mit einem Argument gegen Kindersoldaten, sammeln sie und geben sie an unsere Bundestagsabgeordneten weiter."
Die Abgeordneten übergeben die gesammelten Plakate der Kinderkommission im Deutschen Bundestag. "Die rote Hand steht für Stopp, denn so kann es nicht weiter gehen", ergänzt Hofemann. "Es darf nicht sein, dass Kinder mit Gewalt, Missbrauch und Drogen zum Töten ausgebildet werden."
Die engagierte Löhnerin sensibilisiert in dieser Woche 70 Mitglieder der CVJM-Gruppen, der Jungen- und Mädchenjungschar, dem Mädchenmeeting, der Jungenschaft und der Ten- Sing-Gruppe für das Thema Kindersoldaten. Die Kinder und Jugendlichen sind zwischen 9 und 17 Jahre alt.
"Nach Schätzungen der UN gibt es zirka 300.000 Kindersoldaten, die von Erwachsenen für den Krieg missbraucht werden", erklärt Hofemann. Dass es Kinder gibt, die töten müssen und ohne Familie im Krieg aufwachsen, wissen die sieben Mitglieder der CVJM-Jungenschaft aus Filmen wie "Blood Diamond".
"Man hört ab und an von Kindersoldaten in den Nachrichten, aber wirklich viel wissen wir nicht über diese schlimmen Schicksale", sagt Sven Gründel. "Deshalb finde ich toll, dass wir etwas für die Kinder tun können", ergänzt Kai Blume und drückt seine rote Hand auf sein Plakat. Darüber schreibt der 14-Jährige "Halt Stopp".
Doch auch die jüngeren CVJM-Mitglieder aus Gohfeld fordern ein Verbot von Kindersoldaten. Über ihren kleinen roten Händen steht: "Erziehung ohne Waffen", "Kinder sind keine Soldaten", "Kinder haben ein Recht auf Freiheit" und "Lasst Kindern ihre Kindheit".