Löhne. Seymen und Paul können sich nicht entscheiden. Wer von den beiden darf den Pokal in den Händen halten? Die beiden Grundschüler haben als Team das Schachturnier der offenen Ganztagsschulen gewonnen. Dieses fand jetzt zum vierten Mal in der Grundschule Löhne- Ort statt.
"Bei dem Turnier konnten alle Kinder aus den sieben OGS teilnehmen", sagt Christoph Danielmeier, Erzieher in einer OGS und Mitglied der Löhner Schachgemeinschaft "Jedoch wurde die Vorauswahl bei seperaten Turnieren in den Einrichtungen getroffen." Nur die zwei Sieger der internen Vorentscheide haben an dem heutigen Wettkampf teilgenommen. So wurde pro OGS ein Zweierteam entsandt.
Der neunjährige Lukas ist sich sicher, dass Schach ganz anders als sein Hobby Fußball ist: "Beim Schach muss man viel ruhiger sein und sich ganz schön konzentrieren." Trotzdem sei es spannend und mache dem Grundschüler Spaß. Seine Freude, wenn er eine Partie gewonnen hat, muss er dann auch schnell seinem Erzieher Christoph berichten. "Für die Kinder ist es ein sehr sinnvolles Hobby. Und bei diesem Turnier bekommen sie auch Anerkennung für ihre erbrachten Leistungen."
Für jedes der sieben Teams gibt es eine Urkunde und ein süßes Präsent. Die Schachfiguren aus Schokolade sollen alle Teilnehmer ermutigen, ihr Hobby weiter zu betreiben. Auch Erich Krüger, Vorsitzender der Löhner Schachgemeinschaft hofft auf ein weiteres großes Interesse. "Schach ist wie Gehirnjogging: Die Kinder haben nicht nur Spaß, sondern lernen auch viel." Er ist überzeugt, dass Vorausschauendes Denken und Pläne erkennen das ganze Leben lang eine Rolle spiele.
Nun ist auch die Frage geklärt, wer den Pokal zuerst bei sich tragen darf. Paul und Seymen sind sich einig: "Den Pokal halten wir jetzt zusammen. Schließlich haben wir ihn ja auch als Team gewonnen!" In diesem Jahr wird der Pokal in Obernbeck, der OGS der Sieger ausgestellt. "Aber ich hätte ihn natürlich auch gern bei mir zu Hause stehen", sagt Paul. "Ne, bei mir zu Hause sähe der viel besser aus", meint Seymen. Doch dann wissen beide nach einer kurzen Diskussion: Am besten sei er doch in der Obernbecker OGS aufgehoben. Schließlich sei das auch die OGS, wo sie am liebsten hingingen.