Lübbecke (red/nw). Mit immer mehr Falschgeld-Fällen muss sich seit zwei Monaten die Polizei im Kreis Minden-Lübbecke beschäftigen. Seit Anfang August sind beim Mindener Kriminalkommissariat 59 gefälschte 50 Euro-Scheine abgegeben worden.
Dabei handelt es sich nach Polizeiangaben um einen deutlichen Anstieg, denn von Januar bis Juli 2009 waren es insgesamt 61 gefälschte Banknoten aller Stückelungen. Außer im Mühlenkreis tauchen auch im Kreis Herford vermehrt Fälschungen auf. Die Ermittler stellten in den vergangenen zwei Wochen 20 Fünfziger
sicher.
Mit den laut Polizei "gut gefälschten" 50ern wurde in Discount- und Drogeriemärkten, in Bäckereien und in einem Fall an einer Bad Oeynhausener Tankstelle bezahlt wurde.
Überprüfung mit UV-Licht wirkungslos
Alle Scheine seien auf den ersten Blick nicht als Fälschungen zu erkennen gewesen, auch das Papier habe stets täuschend echt ausgesehen. An den Ladenkassen fielen die Scheine kaum auf, selbst der Sicherheitscheck mit der UV-Lampe versagte.
Die Polizei empfiehlt zur Echtheitsprüfung den so genannten Kipp-Effekt. Bei echten Scheinen wird auf der Rückseite aus der aufgedruckten "50" in einer Lila-Färbung beim seitlichen Betrachten (Kippen) ein dunkles Braun. Dieser Effekt ist auf allen sichergestellten Scheinen nicht zu sehen, dort behält die lilafarbene Fünfzig die Farbe.
Gefälschte Noten fallen schnell auf: bei 5-, 10- und 20-Euro-Scheinen ist statt des Kippeffektes ein Perlglanzstreifen auf dem Schein zur Fälschungssicherung aufgebracht.
Zurzeit hat das Kommissariat keinerlei Hinweise auf die Personen, die das Geld in Umlauf bringen, da die Scheine erst mit deutlicher Verspätung bei einem Sicherheitsscheck auffallen. Das Kassenpersonal und Personen, die mit Geldgeschäften zu tun haben, werden gebeten, Geldscheine genau zu überprüfen. Bei Unsicherheiten sollte umgehend die Polizei eingeschaltet werden.
stehenden Code hier ein*: