Lübbecke. Kopfschüttelnd betrachten Hans Herwartz und Peter Schmüser den gefällten, riesigen Adventskalender in der Lübbecker Innenstadt. In der Nacht zum Samstag haben bisher unbekannte Täter mit brachialer Gewalt große Teile der weihnachtlichen Dekoration zerstört. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen zwischen 4.000 und 5.000 Euro.
"Die Spur des Vandalismus zieht sich wie ein roter Faden durch die Lange Straße, Steinweg, Tonstraße und Scharrnstraße", so Herwartz, Koordinator der Werbegemeinschaft.
Neben dem umgeworfenen Adventskalender, der inzwischen wieder provisorisch geflickt wurde, seien auch insgesamt elf Lichterketten an den Tannenbäumen durchschnitten und die Äste der Nadelbäume abgetrennt worden – ein Schaden, der irreparabel ist und ins Geld geht, da die speziellen wetterfesten Lichterketten ersetzt werden müssen. "Letztes Jahr wurden sie nur heruntergerissen. Jetzt greifen die Täter schon zum Messer", schildert Herwartz.
Wenn es so weitergehe, müsse man ernsthaft überlegen, die Dekoration nächstes Jahr kleiner zu halten – es sei einfach zu teuer. Die Weihnachtsbäume waren von Kindergartenkindern und Schülern liebevoll geschmückt worden. Beschädigt wurde auch das Dach eines Glühwein-Standes.
Die Spur der Zerstörung zog sich bis zum Marktplatz. Dort traten die Täter zu allem Überfluss auch noch die Scheibe einer Telefonzelle ein.
Hinweise auf die Verursacher gibt es bisher nicht. Nach ersten Erkenntnissen soll es sich um mehrere Personen gehandelt haben, die gegen 4 Uhr am frühen Samstagmorgen durch die Innenstadt gezogen seien, erklärte Stadtmarketing-Sprecher Peter Schmüser: "Wir haben bei der Polizei Strafanzeige erstattet".
Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, haben die LK-Werbegemeinschaft und das Stadtmarketing Lübbecke außerdem eine Belohnung in Höhe von 500 Euro ausgesetzt. Hinweise nimmt die Polizei in Lübbecke unter Tel. (0 57 41) 2770 entgegen. Wer in der Nacht von Freitag auf Samstag etwas Verdächtiges beobachtet hat, kann sich auch direkt an das Stadtmarketing wenden (Tel. 0 57 41/ 276-150).
Im Laufe des Samstags wurde der Kalender unter den Augen der empörten Fußgänger wieder aufgestellt. "Eine Schweinerei ist das", machten die Passanten ihrem Ärger über die Zerstörungswut Luft.
























