Osnabrück (nw). Eine 30-jährige Frau aus Minden ist am vergangenen Mittwoch in der Osnabrücker Innenstadt auf einen unglaublichen Betrug hereingefallen.
Gegen 16 Uhr wurde die Mindenerin laut Polizei in der Großen Straße von zwei unbekannten Frauen angesprochen. Dabei legte eine die Hand auf ihre Schulter und behauptete, sie hätte ein schlechtes Karma und eine schlechte Aura. Es würde in ihrer Familie jemanden geben, der ihr etwas Schlechtes wünsche. Um sich dagegen zu wehren, müsse sie ihre sämtlichen Ersparnisse mitbringen, die dann durch ein Ritual und ein Gebet gereinigt werden würden. Die Ohrringe, die sie jetzt trage, müsse sie auch abgeben. Sie würde sie am nächsten Tag wieder bekommen.
Die Mindenerin händigte darauf die beiden Ringe aus. Sie verabredete sich mit den beiden Frauen für den nächsten Tag am gleichen Ort. Am Donnerstag traf sie wie vereinbart wieder auf das Duo und übergab das Geld.
Es wurde ein Ritual vollzogen, bei dem das Geld zunächst in Servietten eingewickelt und dann in eine Papiertüte gepackt wurde. Das Päckchen wurde vor der Brust und hinter dem Rücken hin und her geschwenkt. Dazu wurde ein Gebet gemurmelt.
Nach dem Ritual wurde das Geld scheinbar wieder ausgehändigt. Die Eigentümerin sollte es aber in den BH stecken, dann neun Haltestellen mit dem Bus fahren, aussteigen und zurückkommen. Die beiden Frauen würden in der Zeit auf sie warten.
Als die 30-Jährige zum Treffpunkt zurückkehrte, waren die beiden Betrügerinnen nicht mehr da. Wie sich herausstellte, hatten sie das Geld der Frau in Falschgeld umgetauscht und sich mit dem laut Polizei relativ hohen Betrag aus dem Staub gemacht.




















