PR. OLDENDORF-BÖRNINGHAUSEN
Börninghauser Verein gibt Tourismus-Sektor auf / "Fremdenverkehr stark rückläufig"
Pr. Oldendorf-Börninghausen. Seit vielen Jahren engagiert sich der Heimat- und Verkehrsvereins schon für den Luftkurort Börninghausen und verschönerte das Dorfbild mit unzähligen Projekten. Darüber hinaus kümmerten die Mitglieder sich auch um Tourismus und Fremdenverkehr. Nun stimmten sie bei der Jahreshauptversammlung dafür, diesen Punkt zu streichen.
"Die Gästezahlen sind stark rückläufig. Es gibt nur noch wenige Ferienhäuser mit sehr geringen Kapazitäten für Touristen in Börninghausen", schildert Dieter Koch die Gründe für die Umstrukturierung des Aufgabenfelds. Außerdem: "Wenn wir den Tourismus ganz aus unseren Aufgaben herausstreichen, sind wir in dem Moment ein gemeinnütziger Verein", erklärte der erste Vorsitzende.
Daraus ließen sich einige Vorteile ziehen. "Steuertechnisch gesehen wären wir nicht mehr kommerziell tätig und müssten somit keine Einkommensteuer mehr entrichten. Auch die Abgaben auf die Zinserträge fielen dann weg", so Christina Henke, zweite Geschäftsführerin. Darüber hinaus können Spendenquittungen erstellt werden. Zuschüsse wären damit ebenfalls steuerbefreit.
Allerdings müsse der Verein dann auch auf einige Zuschüsse verzichten, wie etwa die jährliche Unterstützung der Stadt mit rund 500 Euro. "Diese Gelder sind aber von starken Kürzungen bedroht", argumentiert Henke - zu gering sei der Tourismus in Börninghausen. Weiterhin sei es vorstellbar, dass das Fremdenverkehrsamt diese Aufgaben übernähme.
Die Mitglieder sind sich einig und entschieden einstimmig über das weitere Vorgehen. Die Gemeinschaft nennt sich von nun an schlicht "Heimatverein". "Dies passt besser zu uns und definiert unser Aufgabenfeld treffender", findet Dieter Koch. Zusammen mit einem Notar soll nun die Vereinssatzung geändert werden.